WeiterempfehlenMail Facebook Twitter Google Plus

Jenoptik-Konzern erzielt im Geschäftsjahr 2000 das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte

Jahresüberschuss 2000 klettert um 160 Prozent, operativ um 64 Prozent. Betriebsergebnis (EBIT) steigt um 50 Prozent.

  • Jenoptik-Konzern will 2001 weiter wachsen, Ertragskraft steigern und den Umsatz um mindestens 25 Prozent erhöhen.
  • Dividende für das Geschäftsjahr 2000 soll auf 0,70 Euro erhöht werden. Ausgabe von Gratisaktien geplant.
Der Technologie-Konzern Jenoptik hat das Geschäftsjahr 2000 mit dem besten Ergebnis in der Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Der Jahresüberschuss des Konzerns stieg im Vergleich zum Vorjahr um 160 Prozent auf 86,6 Millionen Euro (i.Vj. 33,3 Millionen Euro). Im Jahresüberschuss 2000 enthalten ist ein Ergebnisertrag aus dem Verkauf eigener Aktien in Höhe von 32,1 Millionen Euro. Bereinigt um diesen Verkauf ist der Jahresüberschuss um 64 Prozent gestiegen. Deutlich zugelegt hat auch das Betriebsergebnis (EBIT). Es fiel um 50 Prozent höher aus als im Vorjahr und liegt damit deutlich über den bisherigen Erwartungen. Das Betriebsergebnis belief sich auf 82,5 Millionen Euro (i.Vj. 55,0 Millionen Euro).

Einen Zuwachs verzeichnete der Jenoptik-Konzern beim Umsatz. Er stieg im Vergleich zum Vorjahr um 12,6 Prozent auf 1.572,3 Millionen Euro (i.Vj. 1.395,9 Millionen Euro). Auf vergleichbarer Basis erhöhte sich der Umsatz sogar um 24 Prozent, da im Geschäftsjahr 1999 noch Umsätze von Gesellschaften und Unternehmensteilen konsolidiert wurden, die die Jenoptik 1999 veräußert hat. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz lag bei 57,8 Prozent (i.Vj. 60,3 Prozent), der Inlandsanteil bei 42,2 Prozent (i.Vj. 39,7 Prozent).

Auftragseingang erreicht neues Hoch.

Nachdem der Jenoptik-Konzern bereits im Geschäftsjahr 1999 einen neuen Rekord beim Auftragseingang verzeichnen konnte, erreichte er im Geschäftsjahr 2000 ein neues Hoch. Der Auftragseingang legte um 24,3 Prozent zu auf 1.929,0 Millionen Euro (i.Vj. 1.552,2 Millionen Euro). Auf vergleichbarer Basis erhöhte sich der Auftragseingang sogar um 38,9 Prozent.

Die gute Auftragslage des Konzerns spiegelt sich auch im Auftragsbestand wider. Er lag mit 1.719,8 Millionen Euro (i.Vj. 1.179,0 Millionen Euro) um 45,9 Prozent höher als 1999.

Eigenkapitalquote erneut gestiegen, Nettoverschuldung weiter bei Null.

Trotz des erheblichen Wachstums konnte die Eigenkapitalquote des Jenoptik-Konzerns erneut erhöht werden. Sie stieg auf 44,2 Prozent (i.Vj. 41,3 Prozent). In absoluten Zahlen beträgt das Eigenkapital 462,1 Millionen Euro. Der hohe Cashflow wurde darüber hinaus dazu genutzt, die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wie Kredite und Anleihen zurückzuführen. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten verringerten sich um 54,4 Millionen Euro auf 55,8 Millionen Euro (i.Vj. 110,2 Millionen Euro).

Die liquiden Mittel inklusive Wertpapiere des Umlaufvermögens übertreffen außerdem die kurz- wie auch langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten, so dass die Jenoptik über eine Nettocash-Position von 128,9 Millionen Euro verfügt.

DVFA/SG-Ergebnis deutlich gestiegen.

Das DVFA/SG-Ergebnis nach Steuern ist im Geschäftsjahr 2000 erneut deutlich gestiegen. Mit 29.6 Millionen Euro liegt es 76,2 Prozent über dem Vorjahreswert (i.Vj. 16,9 Millionen Euro). Pro Aktie verbesserte sich das DVFA/SG-Ergebnis von 0,43 Euro auf 0,77 Euro. Das DVFA/SG-Ergebnis wurde dabei nach den Berechnungskriterien ermittelt, die fiktive latente Steuern und Goodwill-Abschreibungen berücksichtigen.

Dividende soll erhöht werden – außerdem Ausgabe von Gratisaktien.

Der Jenoptik-Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Ertragskraft nachhaltig verbessern können. Die Jenoptik-Aktionäre sollen davon profitieren. Vorstand und Aufsichtsrat der JENOPTIK AG schlagen deshalb der Hauptversammlung am 22. Mai in Erfurt vor, die Dividende für das Geschäftsjahr 2000 im Vergleich zu 1999 von 0,50 auf 0,70 Euro je Aktie zu erhöhen. Aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums der JENOPTIK AG sollen Gratisaktien im Verhältnis 10 zu 1 ausgegeben werden. Für 10 Jenoptik-Aktien soll der Aktionär eine Gratisaktie erhalten.

Gute Wachstumsperspektiven für 2001.

Aufgrund des hohen Auftragsbestandes und der Geschäftsentwicklung in den ersten Monaten des Jahres 2001 geht die Jenoptik für dieses Jahr wieder von einem kräftigen Umsatzwachstum aus. Der Umsatz soll um mindestens 25 Prozent steigen und nicht wie bisher angekündigt um mindestens 20 Prozent.

Zu diesem Wachstum soll der Unternehmensbereich Clean Systems mit rund 40 Prozent Umsatzsteigerung und der Unternehmensbereich Photonics mit 10 bis 15 Prozent höheren Umsätzen beitragen. Der Unternehmensbereich Asset Management plant über die Venture Capital-Gesellschaft DEWB mindestens vier Unternehmen an die Börse zu bringen. Es handelt sich dabei um Qualitätsunternehmen aus Wachstumsbranchen, die langfristig attraktiv sind.

Weiter steigern will die Jenoptik in 2001 ihre Ertragskraft. Der Jahresüberschuss soll ohne den Sonderertrag aus dem Verkauf eigener Aktien gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von 54,5 Millionen Euro um über 30 Prozent zulegen.