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Jenoptik-Tochter M+W Zander errichtet neues Halbleiterwerk für AMD in Dresden

Auftragsvolumen für M+W Zander liegt bei rund 380 Mio. Euro.

M+W Zander, Tochterunternehmen des Technologiekonzerns Jenoptik (ISIN DE0006229107), hat vom US-amerikanischen Chiphersteller AMD den Zuschlag für das neue Halbleiterwerk in Dresden erhalten. Der Generalübernehmer-Auftrag hat ein Volumen von rund 380 Mio. Euro und beinhaltet die Planung für alle Gebäude und Anlagen sowie die komplette Bauausführung, inklusive der Technischen Gebäudeausrüstung, der Prozessversorgung und 14.500 m² Reinraum. AMD zählt zu den langjährigen Schlüsselkunden von M+W Zander. Die Stuttgarter hatten bereits 1996 den Zuschlag für die Planung und den Bau der ersten Chipfabrik von AMD am Standort Dresden, der 'Fab 30', erhalten.

Mit dem ersten Spatenstich beginnt die Bauphase des 2,4-Milliarden-Euro-Projekts, die mit dem 'ready for equipment' Ende 2004 abgeschlossen sein wird. Ab dem Jahresende 2004 sollen die ersten Prozessgeräte angeschlossen werden, die sogenannte 'Equipment Hook-up' Phase. Im Laufe des Jahres 2006 soll der Fertigungsprozess hochgefahren werden, die sogenannte 'Ramp-up' Phase. Über den Großauftrag hinausgehend hat sich die Jenoptik mit weiteren Systemlieferanten minderheitlich an der AMD-Halbleiterfabrik beteiligt.

M+W Zander ist seit Beginn der 90er Jahre an allen großen Projekten der Halbleiterindustrie in der Region maßgeblich beteiligt. Die Jenoptik-Tochter errichtete sowohl die erste Chipfabrik (Simec) als auch die 300 mm Fabrik SC 300 von Infineon am Standort Dresden. Zu den weiteren bedeutenden Aufträgen für M+W Zander aus der Region zählen das Maskenzentrum von AMD, Infineon und DuPont in Dresden, die Waferfabrik von Wacker in Freiberg, und auch die Solarzellenfertigung von Solarworld, ebenfalls in Freiberg.

Mit diesem neuerlichen Großauftrag stärkt M+W Zander seine weltweit führende Rolle beim Bau von Chipfabriken und Reinraumanlagen für die neue Fertigungsgeneration auf Wafern mit einem Durchmesser von 300 Millimeter.