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JENOPTIK AG mit erfolgreichem Geschäftsjahr 2004

Jenoptik-Konzern mit erfolgreichem Geschäftsjahr 2004. Weichen für die Zukunft des Technologiekonzerns werden neu gestellt. Umsatz stieg 2004 auf 2,5 Mrd Euro. Operatives Betriebsergebnis fiel mit 81 Mio Euro höher als erwartet aus. Nettoverschuldung sank um mehr als 130 Mio Euro. Hervorragende Auftragslage hält 2005 an. Börsengang des Facility Engineerings für die Elektronikindustrie in Singapur geplant.

Der Technologiekonzern JENOPTIK AG, Jena, blickt auf ein Rekordjahr 2004 zurück. Der Konzernumsatz stieg um 31,3 Prozent auf 2,52 Mrd Euro (i.Vj. 1,92 Mrd Euro). Rund 41 Prozent des Umsatzes kamen aus dem Ausland. Das EBITDA erreichte 128,8 Mio Euro (i.Vj. 50,9 Mio Euro), das EBIT des Jenoptik-Konzerns (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit) betrug 81,1 Mio Euro (i.Vj. 9,0 Mio Euro). Zum Ergebnissprung haben eine Reihe von Faktoren beigetragen: das Umsatzplus, ein starkes Ergebniswachstum bei Clean Systems besonders im Electronics-Bereich, sowie bei Photonics internes Wachstum und ebenso ein positiver Ergebnisbeitrag der beiden neuen Gesellschaften Wahl optoparts und Lechmotoren, die Jenoptik Ende 2003 erworben hatte, und auch Kosteneinsparungen.

Das Ergebnis vor Steuern lag 2004 mit 37,4 Mio Euro um absolut 80,7 Mio Euro höher als im Vorjahr (i.Vj. -43,3 Mio Euro). Dementsprechend erhöhten sich die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Konzerns, die auf insgesamt 11,2 Mio Euro stiegen (i.Vj. 5,0 Mio Euro). Erstmals weist der Jenoptik-Konzern im Zuge der Umstellung auf die internationale Konzernrechnungslegung IFRS latente und damit nicht zahlungswirksame Steuern in Höhe von 7,2 Mio Euro aus (i.Vj. -2,4 Mio Euro). Das Jahresergebnis erreichte somit 19,0 Mio Euro (i.Vj. -45,9 Mio Euro).

2004 konnte Jenoptik den Rekord-Auftragseingang des Vorjahres sogar leicht übertreffen - trotz des 2003 enthaltenen Großauftrages von AMD für M+W Zander über 380 Mio Euro. Die Auftragseingänge des Konzerns erreichten 2,37 Mrd Euro (i.Vj. 2,21 Mrd Euro). Der Konzern-Auftragsbestand lag Ende 2004 bei 1,87 Mrd Euro (i.Vj. 2,29 Mrd Euro). Grund für den geringeren Auftragsbestand ist der hohe Umsatz des Jahres 2004 sowie die Entkonsolidierung des Bereichs Gebäudetechnik zum Jahresende mit einem Auftragsbestand von mehr als 200 Mio Euro.

Wie angekündigt hat Jenoptik die Nettoverschuldung im abgelaufenen Geschäftsjahr stark um 133,6 Mio Euro zurückführen können - auf 238,8 Mio Euro (i.Vj. 372,5 Mio Euro). Neben einem positiven Liquiditätsüberschuss von rund 40 Mio Euro haben dazu auch die Aufhebung von Generalmietverträgen für Immobilien sowie der Verkauf der SC300-Beteiligung, die M+W Zander im Rahmen eines Projektes mit Infineon im Jahr 2000 eingegangen war, beigetragen.

Die Eigenkapital-Quote lag mit 23,7 Prozent wieder deutlich über der 20 Prozent-Marke (i.Vj. 20,5 Prozent). Das Eigenkapital in Höhe von 369,0 Mio Euro (i.Vj. 359,8 Mio Euro) wurde vom Jahresüberschuss und der Sachkapitalerhöhung gestärkt. Jenoptik hatte im Herbst 2004 die zweite Kaufpreisrate für Wahl optoparts in Aktien bezahlt.

Um die Finanzbasis des Jenoptik-Konzerns weiter zu stärken, werden Vorstand und Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung am 7. Juni 2005 in Weimar vorschlagen, für das Jahr 2004 keine Dividende auszuschütten. Der Jenoptik-Konzern plant, mit den Mitteln die Verschuldung des Konzerns weiter zurückzuführen sowie den Unternehmensbereich Photonics weiter auszubauen.

Bereits 2003 hatte Jenoptik angekündigt, sich auf den Ausbau des Unternehmensbereichs Photonics zu konzentrieren - sowohl mit starken langfristigen Partnerschaften sowie Investitionen in modernste Maschinen und Anlagen als auch mit Akquisitionen, die Technologien ergänzen und den Marktzugang verbessern. Zusammen mit dem starken internen Wachstum der Photonics-Gesellschaften ist diese Strategie aufgegangen, wie die Photonics-Zahlen für das Jahr 2004 eindrucksvoll belegen. Der Umsatz stieg um 27,3 Prozent auf knapp 360 Mio Euro, das Ergebnis erreichte mit 34,5 Mio Euro neues Rekordniveau.

Die M+W Zander-Gruppe orientiert sich nach einer umfassenden Neuausrichtung im Jahr 2004 klar an den Kernkompetenzen rund um komplexe Hightech-Produktionsanlagen und realisierte gleichzeitig Kosteneinsparungspotenziale. Die M+W Zander-Gruppe erzielte 2004 ein Umsatzplus von 32 Prozent auf 2,15 Mrd Euro und ein Rekord-Betriebsergebnis in Höhe von 46,0 Mio Euro. Darüber hinaus wurden mit der Neuausrichtung die Voraussetzungen geschaffen, sich verstärkt weiteren Anteilseignern zu öffnen.

Im Rahmen der umfassenden Neuausrichtung der M+W Zander Gruppe übernahm die M+W Zander Holding AG im April 2005 von EADS die restlichen 30,9 Prozent der Anteile an der M+W Zander D.I.B. Facility Management GmbH. Der Kaufpreis in Höhe von rund 30 Mio Euro wurde überwiegend aus laufenden verfügbaren Mitteln finanziert. M+W Zander hält nunmehr an ihrer Facility Management-Tochter 100 Prozent der Anteile.

Aufgrund eines unterschiedlichen Geschäfts- und Managementfokus verfolgt der Vorstand vorrangig das Ziel, mittelfristig eine unabhängige Geschäftsplattform zu schaffen, die sich auf eine Steigerung des Umsatzes und eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit konzentriert. Die geplante Börsennotierung von M+W Zander Singapur ist ein Teil des Prozesses, der auch Unabhängigkeit erfordert.

Die Gesellschaften des Unternehmensbereichs Photonics bilden damit das Kerngeschäft der Jenoptik. Der Aufsichtsrat des Jenoptik-Konzerns hat in seiner gestrigen Sitzung der strategischen Konzentration auf den Unternehmensbereich Photonics zugestimmt.

Jenoptik strebt im Geschäftsjahr 2005 bei Umsatz und Ergebnis wieder das hohe Niveau von 2004 an

Für den Jenoptik-Konzern soll das Jahr 2005 ebenso erfolgreich verlaufen wie das Rekordjahr 2004. Der Umsatz soll auf vergleichbarer Basis das Niveau des Vorjahres wieder erreichen und zwischen 1,9 und 2,1 Mrd Euro liegen. Durch die Ende 2004 erfolgte Entkonsolidierung der M+W Zander Gebäudetechnik entfällt gegenüber 2004 ein Umsatzvolumen von rund 450 Mio Euro.

Beim operativen Ergebnis strebt Jenoptik an, das hohe Ergebnisniveau von 2004 wieder zu erreichen und ein operatives EBIT zwischen 60 und 70 Mio Euro zu erzielen. Damit würde das voraussichtliche EBITDA bei 100 bis 110 Mio Euro liegen, was einer EBITDA-Marge auf dem Niveau von 2004 entspräche.

Die vorläufigen Berechnungen für das 1. Quartal 2005 bestätigen diese Prognosen. Der Umsatz im 1. Quartal wird auf vergleichbarer Basis (unter Berücksichtigung des im 1. Quartal 2005 nicht mehr enthaltenen Gebäudetechnik-Umsatzes in Höhe von rund 86 Mio Euro) mit etwa 400 Mio Euro das Vorjahresniveau (i.Vj. nach IFRS: rund 400 Mio Euro) deutlich übertreffen. Das operative Ergebnis (EBIT) wird zwischen 8 und 10 Mio Euro liegen; das Ergebnis vor Steuern wird positiv ausfallen.

 Angaben in Mio Euro
2004
2003
 Konzernumsatz  2.523,0  1.922,0
 Konzernbetriebsergebnis (EBIT)
 81,1  9,0
 Konzernjahresergebnis vor Steuern
 37,4  -43,3
 Konzernjahresergebnis nach Steuern  19,0  -45,9
 Auftragseingang - Konzern
 2.368,0  2.205,0
 Auftragsbestand - Konzern
 1.866,6  2.290,4
 Mitarbeiter per 31.12. (inkl. Azubis)
 9.267  10.486