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Jenoptik erzielte im 1. Halbjahr 2005 einen Umsatz auf vergleichbarem Vorjahresniveau

Bereinigtes operatives Ergebnis fiel deutlich höher aus. Auftragslage bleibt auf hohem Niveau stabil. Eigenkapitalquote erhöhte sich auf über 25 Prozent.

Der Jenoptik-Konzern hat im 1. Halbjahr 2005 einen Umsatz auf vergleichbarem Vorjahresniveau erzielt und ein weitaus besseres operatives Ergebnis als im 1. Halbjahr 2004 erwirtschaftet. Der Umsatz erreichte 895,1 Mio Euro nach 1.016 Mio Euro im Vorjahreszeitraum, in dem rund 140 Mio Euro von der Ende 2004 mehrheitlich veräußerten M+W Zander Gebäudetechnik GmbH stammten.

Mit 21,1 Mio Euro Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit schloss der Jenoptik-Konzern das 1. Halbjahr 2005 operativ weitaus besser ab als 2004. Das Betriebsergebnis des Vorjahreszeitraums in Höhe von 35,9 Mio Euro war von Sondereffekten beeinflusst, die sich im Saldo mit rund 26 Mio Euro positiv auswirkten. (Den Sondererträgen aus dem Verkauf der SC300-Beteiligung sowie eines Projektgebäudes in Singapur in Höhe von zusammen knapp 36 Mio Euro standen im 1. Halbjahr 2004 Restrukturierungsaufwendungen für die Gebäudetechnik in Höhe von 10 Mio Euro gegenüber.) Ähnliche Sondereffekte hat es im 1. Halbjahr 2005 nicht gegeben.

Das Beteiligungsergebnis verbesserte sich von -3,7 Mio Euro im Vorjahr auf -2,9 Mio Euro, im Wesentlichen aufgrund des positiven Ergebnisses der DEWB AG im 1. Halbjahr 2005. Im Zinsergebnis in Höhe von -13,1 Mio Euro (i.Vj. -19,1 Mio Euro) spiegeln sich vor allem die Zinsaufwendungen für die beiden Anleihen wider. Verbessert hat sich das Zinsergebnis unter anderem aufgrund der Ablösung der Leasingverpflichtungen aus einem langfristigen Generalmietvertrag Ende 2004, im Zuge dessen Bankkredite getilgt wurden.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag summierten sich auf 4,2 Mio Euro (i.Vj. 6,7 Mio Euro) und kamen vorwiegend aus den ausländischen Tochtergesellschaften. Die nicht zahlungswirksamen latenten Steuern betrugen 0,1 Mio Euro (i.Vj. 0,9 Mio Euro). Das Periodenergebnis nach Steuern fiel mit 0,8 Mio Euro leicht positiv aus (i.Vj. 5,5 Mio Euro). Unter Berücksichtigung der Sondererträge 2004 (auf Ebene des EBIT im Saldo rund 26 Mio Euro) zeigte sich auch beim Periodenergebnis mit einer Differenz von weniger als 5 Mio Euro die operativ bessere Ertragslage des Konzerns als vor einem Jahr.

Die Auftragslage ist seit Beginn des laufenden Geschäftsjahres auf einem hohen Niveau, Auftragseingang und -bestand des Konzerns auf vergleichbarer Basis stiegen erneut. Der Konzern erhielt im 1. Halbjahr 2005 Aufträge in Höhe von 1.321,5 Mio Euro (i.Vj. 1.403,4 Mio Euro, davon rund 300 Mio Euro Gebäudetechnik). Der Auftragsbestand des Konzerns erreichte mit 2.311,2 Mio Euro auf vergleichbarer Basis fast das bereinigte Niveau des Vorjahres (i.Vj. 2.707,3 Mio Euro, davon rund 350 Mio Euro Gebäudetechnik). Verglichen mit dem 31. Dezember 2004 ist der Auftragsbestand per 30. Juni dieses Jahres stark angestiegen.

Der Jenoptik-Konzern startet mit einer Eigenkapitalquote von 25,1 Prozent ins 2. Halbjahr. Das Eigenkapital erhöhte sich von 369,0 Mio Euro Ende 2004 auf 379,0 Mio Euro per 30. Juni - vor allem aufgrund der Wertsteigerung der PVA Tepla AG, an der Jenoptik minderheitlich beteiligt ist.

Die kurzfristigen Schulden des Konzerns sanken um fast 100 Mio Euro, was vor allem auf Umsatzsteuerzahlungen sowie auf den Rückgang der Lieferantenverbindlichkeiten zurückzuführen ist. Der Anstieg der Nettoverschuldung von 238,8 Mio Euro Ende 2004 auf 352,1 Mio Euro per 30. Juni 2005 resultiert aus dem Erwerb der restlichen 30,9 Prozent der Anteile an der M+W Zander D.I.B. Facility Management GmbH, den beiden kleineren Beteiligungen Photonic Sense und Krämer Scientific Instruments im Unternehmensbereich Photonics, hohen Umsatzsteuerzahlungen sowie der Zwischenfinanzierung des starken Abbaus der Lieferantenverbindlichkeiten.

Operatives Ergebnis auf dem hohen Niveau des Vorjahres angestrebt

Für das gesamte Geschäftsjahr 2005 soll der Umsatz des Jenoptik-Konzerns mit 1,9 bis 2,1 Mrd Euro das hohe Niveau von 2004 bereinigt um die Gebäudetechnik wieder erreichen. Beim Ergebnis strebt der Konzern ein operatives EBIT von 60 bis 70 Mio Euro an. Hinsichtlich der geplanten Entflechtung des M+W Zander-Teilkonzerns von der JENOPTIK AG sondiert der Vorstand aktuell Möglichkeiten und Ansätze, die Aufwendungen in einem einstelligen Millionen-Euro-Bereich im 2. Halbjahr nach sich ziehen werden. Erträge und Aufwendungen aus einem eventuellen Verkauf von M+W Zander oder mit der Veräußerung verbundene Kosten von Umstrukturierungen sind als Einmaleffekte in den operativen Ergebnisprognosen nicht enthalten.

 Angaben in Mio Euro HJ/2005
HJ/2004
 Konzernumsatz 895,1
1.016,5
 Konzernbetriebsergebnis 21,1
35,9
 Konzernjahresergebnis nach Steuern
0,8
5,5
 Auftragseingang - Konzern
1.321,5
1.403,4
 Auftragsbestand - Konzern
2.311,2
2.707,3
 Mitarbeiter per 31.12. (inkl. Azubis)
9.126
10.720



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