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Jenoptik schließt erneut bestes Geschäftsjahr der jüngeren Unternehmensgeschichte ab

Das Konzern-Betriebsergebnis 2012 stieg den vorläufigen Berechnungen zufolge um rund 10 Prozent auf über 54 Mio Euro. Mit einem Plus von mehr als 20 Prozent erhöhte sich das Ergebnis vor Steuern auf über 45 Mio Euro. Der Umsatz stieg auf rund 585 Mio Euro. 2013 werden leichtes Umsatzwachstum und ein stabiles operatives Ergebnis sowie Investitionen in Wachstum erwartet.

2012 hat der Jenoptik-Konzern seinen Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt. „Wir haben unsere Ziele trotz der allgemeinen konjunkturellen Unsicherheiten ganz klar erreicht. Unsere Strategie der weiteren Internationalisierung sowie verbesserte Kostenstrukturen zeigten positive Effekte und führten zu einer höheren Profitabilität“, fasste Jenoptik-Chef Michael Mertin am Dienstag in Jena das abgelaufene Geschäftsjahr zusammen.

Der Umsatz wird nach vorläufigen Berechnungen für das Gesamtjahr 2012 bei rund 585 Mio Euro liegen. Gegenüber dem Vorjahreswert von 543,3 Mio Euro entspricht dies einem Anstieg um knapp 8 Prozent. Ein starkes Wachstum verzeichnete der Jenoptik-Konzern vor allem in Amerika und Asien. Das Konzern-Betriebsergebnis ist vorläufigen Berechnungen zufolge auf über 54 Mio Euro gestiegen. Mit einem Plus von rund 10 Prozent erhöhte sich das EBIT damit stärker als der Umsatz. Die auf über 9 Prozent gestiegene EBIT-Marge liegt weiterhin innerhalb des Zielkorridors. Vor allem das Segment Messtechnik hat zum Umsatz- und Ergebniswachstum beigetragen. Die Verbesserung des Konzern-EBIT zeigte sich im Ergebnis vor Steuern (EBT), das nach vorläufigen Berechnungen um mehr als 20 Prozent auf über 45 Mio Euro stieg (i.Vj. 34,9 Mio Euro). „Das entspricht einer überproportionalen Steigerung im Vergleich zum EBIT. Auch der Jahresüberschuss wird aufgrund des besseren Finanzergebnisses und der niedrigen Steuerquote noch stärker als das operative Ergebnis steigen“, kommentierte Finanzvorstand Rüdiger Andreas Günther die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2012.

Auftragseingang lag auf Umsatzniveau. Jenoptik erhielt mehrere wichtige Großaufträge.

Der Jenoptik-Konzern erhielt im Geschäftsjahr 2012 neue Aufträge in einem Umfang von rund 585 Mio Euro. Der Auftragseingang lag damit nach vorläufigen Berechnungen auf Umsatzniveau, erreichte aber nicht den hohen Vorjahreswert von 647,9 Mio Euro. Auch 2012 konnten mehrere Großaufträge gewonnen werden, darunter der Auftrag für Verkehrssicherheitstechnik aus Malaysia und dem Oman sowie für Medizinlaser aus den USA und für Messtechnik. Der Auftragseingang im Vorjahr war vor allem geprägt von den beiden großen Teilaufträgen für den Schützenpanzer PUMA von zusammen mehr als 70 Mio Euro. Der Auftragsbestand des Jenoptik-Konzerns blieb Ende 2012 mit über 445 Mio Euro auf dem hohen Vorjahresniveau (31.12.2011: 448,5 Mio Euro).

Informationen zu den Segmenten.

Das Segment Laser & Optische Systeme konnte trotz eines schwieriger werdenden Marktumfeldes seine positive Entwicklung im Wesentlichen fortsetzen. Insbesondere die Geschäftsentwicklung im 4. Quartal war im Bereich der Optischen Systeme von der Konjunkturdelle in der Halbleiterindustrie beeinflusst. Der Umsatz des Segmentes lag bei rund 210 Mio Euro (i. Vj. 217,1 Mio Euro). „Wir konnten auch 2012 zunehmend große Kunden aus der Flat-Panel-, der Automotive- und der Life-Sciences-Industrie gewinnen. Das trug mit dazu bei, dass wir Rückgänge aus der Halbleiterindustrie besser kompensieren konnten“, so Michael Mertin. Umsatzzuwächse des Segmentes kamen aus den Geschäftsbereichen Optoelektronische Systeme sowie Optik. Das EBIT soll bei rund 27 Mio Euro liegen (i.Vj. 29,2 Mio Euro).

Das Segment Messtechnik profitierte von einer anhaltend guten Nachfrage aus der Automobilindustrie infolge des weltweiten Trends hin zu Kraftstoff sparenden und emissionsarmen Motoren sowie der Auslieferungen für Großaufträge im Bereich der Verkehrssicherheit. Mit einem Umsatz von über 180 Mio Euro (i.Vj. 140,1 Mio Euro) konnte das Segment nach vorläufigen Berechnungen einen neuen Umsatzrekord erreichen. Dies spiegelt sich auch im EBIT wider, das sich nach vorläufigen Berechnungen mit rund 25 Mio Euro verdoppelte (i.Vj. 12,0 Mio Euro).

Das Geschäft des Segmentes Verteidigung & Zivile Systeme ist stabil und langfristig orientiert. Der Umsatz soll bei über 180 Mio Euro liegen (i.Vj. 183,3 Mio Euro). Zum Umsatzwachstum trug vor allem der Geschäftsbereich Energiesysteme bei. Das EBIT ging unter anderem aufgrund der ersten Kosten für die Standortoptimierung auf knapp 8 Mio Euro zurück (i.Vj. 11,6 Mio Euro).

Finanzkennzahlen weiter verbessert, Nettoverschuldung erneut reduziert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich wesentliche Finanzkennzahlen weiter verbessert. Die Nettoverschuldung sank leicht auf rund 75 Mio Euro (i.Vj. 77,1 Mio Euro). Rüdiger Andreas Günther: „Damit haben wir trotz der Geschäftsausweitung, der Zahlung einer Dividende und der Auszahlungen an stille Immobilieninvestoren unser Ziel, die Nettoverschuldung weiter zu reduzieren, erreicht. Noch stärker hat sich die Gesamtverschuldung des Konzerns verringert.“

Ziel 2013: Interne Strukturen optimieren und so auf weiteren Wachstumssprung 2014/15 vorbereiten.

Der Jenoptik-Konzern ist in den letzten drei Jahren stark gewachsen. Dieser Kurs des profitablen Wachstums soll auch künftig fortgesetzt werden. 2013 will der Konzern in den weiteren Ausbau der Vertriebsstrukturen und innovative Produkte investieren sowie interne Abläufe weiter optimieren. Dazu werden verschiedene Projekte wie die Initiativen für harmonisierte und exzellente Prozesse – sowohl im operativen Geschäft als auch bei Systemen und kaufmännischen Prozessen –konsequent weitergeführt. „Wir absolvieren sozusagen ein herausforderndes Trainingsprogramm, mit dem wir uns darauf vorbereiten, im globalen Wettbewerb weiter Spitzenleistungen erzielen zu können“, fasst Finanzvorstand Rüdiger Andreas Günther zusammen. Zudem bündelt Jenoptik die Optikfertigung in Nordamerika an einem Standort. Die Herstellung von Energiesystemen wird künftig an zwei deutschen Standorten konzentriert. Diese Schritte sollen dazu beitragen, die Ertragskraft weiter zu stärken und Synergiepotenziale noch besser zu nutzen. Der Konzern profitiert zudem mit seinen Produkten von zukunftsweisenden Megatrends in den Bereichen der Energieeffizienz, Sicherheit, Gesundheit, Mobilität sowie der zunehmenden Digitalisierung der Welt.

Aktuell rechnet Jenoptik im Geschäftsjahr 2013 in einem schwierigeren konjunkturellen Umfeld mit einem leichten Umsatzwachstum von bis zu 5 Prozent. Regional soll das Wachstum vor allem aus Amerika und Asien/Pazifik kommen. Je nach Verlauf des Halbleiterzyklus, insbesondere im 2. Halbjahr 2013, soll das im operativen Geschäft erzielte EBIT zwischen 50 und 55 Mio Euro liegen. Die Kosten für die o.g. Projekte und die Standortoptimierungen im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich werden darüber hinaus das EBIT beeinflussen.

„Wir verfolgen unsere langfristige strategische Agenda konsequent weiter und schaffen uns durch die Maßnahmen in diesem Jahr das Sprungbrett für künftiges Wachstum ab 2014. Mit den erheblichen Investitionen wollen wir 2013 exzellenter werden und unsere operative Ergebnisqualität halten“, so Jenoptik-Chef Michael Mertin. Auch in den kommenden Jahren soll der Jenoptik-Konzern weiter profitabel wachsen und eine durchschnittliche EBIT-Marge von etwa 9 bis 10 Prozent sowie ein Umsatzwachstum von rund 10 Prozent über die Marktzyklen erreichen. Das Umsatzziel soll auch weiterhin vor allem durch organisches Wachstum erreicht werden. Der Jenoptik-Konzern strebt im Rahmen der Mittelfristplanung bis 2017 an, den Umsatz auf rund 800 Mio Euro zu erhöhen und den Anteil des Umsatzes in Amerika und Asien/Pazifik zusammen auf über 40 Prozent des Konzernumsatzes zu steigern.

Über Jenoptik

Als integrierter Optoelektronik-Konzern ist Jenoptik in den fünf Sparten Laser & Materialbearbeitung, Optische Systeme, Industrielle Messtechnik, Verkehrssicherheit sowie Verteidigung & Zivile Systeme aktiv. Zu den Kunden weltweit gehören vor allem Unternehmen der Halbleiter- und Halbleiterausrüstungsindustrie, der Automobil- und Automobilzulieferindustrie, der Medizintechnik, der Sicherheits- und Wehrtechnik sowie der Luftfahrtindustrie. Jenoptik ging im Zuge der deutschen Wiedervereinigung 1991 aus dem damaligen Kombinat VEB Carl Zeiss Jena hervor. Hauptsitz ist Jena (Thüringen). Neben mehreren großen Standorten in Deutschland ist Jenoptik in knapp 70 Ländern präsent. Die JENOPTIK AG ist an der Deutschen Börse in Frankfurt notiert und wird im TecDax geführt.