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Jenoptik bestätigt Prognose für 2013. Geschäftsverlauf nach erstem Halbjahr weiter im Plan

Jenoptik blieb im 1. Halbjahr 2013 auf Kurs. Der Geschäftsverlauf hat dank einer erhöhten Nachfrage auf außereuropäischen Märkten sowie erster positiver Signale aus dem Geschäft mit der Halbleiterindustrie im 2. Quartal 2013 an Dynamik gewonnen.

  • Umsatz und Auftragseingang in anspruchsvollem konjunkturellen Umfeld im zweiten Quartal über Vorjahresniveau
  • EBIT erwartungsgemäß unter Vorjahreswert
  • Segment Messtechnik bleibt Wachstumstreiber
  • Ausblick für 2013 bestätigt: Umsatzwachstum von bis zu 5 Prozent und Konzern-EBIT zwischen 50 und 55 Mio Euro vor Kosten für Projekte zur Konzernentwicklung erwartet
„Jenoptik ist international gut aufgestellt und kann daher auch in schwachen Konjunkturphasen stark voran gehen. Das belegen wir mit unseren guten Ergebnissen im zweiten Quartal dieses Jahres“, erklärt Jenoptik-Chef Dr. Michael Mertin.

Auftragseingang und Konzernumsatz im zweiten Quartal über Vorjahresniveau

Beim Auftragseingang zeigte sich im Verlauf des 1. Halbjahres 2013 ein positiver Trend. Der Auftragseingang stieg im Berichtsquartal um 12,8 Prozent auf 150,7 Mio Euro, das sind rund 18 Mio Euro mehr als im Vorquartal 2013. Im Halbjahr 2013 erzielte Jenoptik einen Auftragseingang von 282,7 Mio Euro und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres (i.Vj. 282,4 Mio Euro) und des Umsatzes der Periode. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahreswert Großaufträge in den Segmenten Messtechnik und Laser & Optische Systeme enthalten waren.

Der Auftragsbestand des Konzerns befand sich mit 446,1 Mio Euro auf dem hohen Niveau vom Jahresende 2012 (31.12.2012: 446,8 Mio Euro).

Auch beim Umsatz verbesserte sich der Jenoptik-Konzern im zweiten Quartal um 3,8 Prozent auf 151,6 Mio Euro. Im Quartalsverlauf zeigte sich hier ebenfalls ein positiver Trend und so erwirtschaftete der Konzern in den Monaten April bis Juni rund 20 Mio Euro mehr Umsatz als zu Jahresbeginn. Der Konzernerlös in den ersten sechs Monaten 2013 liegt mit 283,6 Mio Euro auf dem starken Vorjahresniveau von 283,8 Mio Euro. Wachstumstreiber im Konzern blieb das Segment Messtechnik mit einem Umsatzplus von 13,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Internationalisierungsstrategie der Jenoptik greift: Rund 65 Prozent der Konzernerlöse wurden im Ausland erzielt (i.Vj. 64,9 Prozent). Besonders stark stiegen die Umsätze in den Regionen Amerika und Mittlerer Osten/Afrika.

Mit 23,5 Mio Euro blieb das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) trotz verbesserter Bruttomarge erwartungsgemäß unter dem Wert des Vorjahres (i.Vj. 26,0 Mio Euro). Die EBIT-Marge für die ersten sechs Monate 2013 betrug 8,3 Prozent (i.Vj. 9,2 Prozent). Beeinflusst wurde die Ertragslage vor allem durch Vorleistungen zur Umsetzung der Wachstumsstrategie des Jenoptik-Konzerns, das sind insbesondere Aufwendungen für den planmäßigen Ausbau der internationalen Vertriebsstrukturen und der F+E-Aktivitäten sowie für die Fortführung der Jenoptik Exzellenz Programme.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 17,5 Mio Euro (i.Vj. 19,6 Mio Euro).

Zum Ende des 1. Halbjahres 2013 hatte der Jenoptik-Konzern 3.346 Mitarbeiter (31.12.2012: 3.272 Mitarbeiter). Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich damit leicht um 2,3 Prozent, wesentlich infolge der Erstkonsolidierung ausländischer Gesellschaften. Rund 14 Prozent der Belegschaft sind im Ausland beschäftigt.

Starke finanzielle Basis. Eigenkapitalquote steigt auf über 50 Prozent.

Mit 10,2 Mio Euro erzielte der Jenoptik-Konzern erneut einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich (i.Vj. 14,5 Mio Euro). Die Nettoverschuldung stieg erwartungsgemäß zum 30. Juni 2013 auf 80,8 Mio Euro (31.12.2012: 74,6 Mio Euro). Der Anstieg resultierte vor allem aus der Dividendenausschüttung im Juni in Höhe von 10,3 Mio Euro und dem Aufbau von Working Capital unter anderem in Vorbereitung auf zukünftige Kundenprojekte.

Der im 1. Halbjahr 2013 erzielte Gewinn führte zu einem Anstieg des Eigenkapitals auf 339,0 Mio Euro (31.12.2012: 330,3 Mio Euro). „Mit einer Eigenkapitalquote von 50,5 Prozent, den Schuldscheindarlehen sowie dem im April 2013 abgeschlossenen Konsortialkredit über 120 Mio Euro verfügt Jenoptik über eine langfristige und sehr belastbare Finanzierungsstruktur. Diese bietet uns ausreichend Handlungsspielraum für unser künftiges Wachstum“, erklärt Finanzvorstand Rüdiger Andreas Günther.

Entwicklung der drei Segmente: Messtechnik bleibt Wachstumstreiber.

Der Geschäftsverlauf im Segment Laser & Optische Systeme war im 1. Halbjahr 2013 geprägt von einer anhaltenden Investitionszurückhaltung in einigen Bereichen. Der Umsatz betrug 104,4 Mio Euro und lag damit 5,8 Prozent unter dem, insbesondere im Halbleiterbereich, sehr starken Vorjahreszeitraum (i.Vj. 110,9 Mio Euro). Das Segment-EBIT ging erwartungsgemäß von 16,2 Mio Euro im Vorjahr auf 9,7 Mio Euro zurück; Einflussfaktoren waren die schwächere Umsatzentwicklung, die planmäßig gestiegenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie der Ausbau des internationalen Vertriebs. Der Auftragseingang legte mit 114,2 Mio Euro gegenüber dem Vorjahr zu (i.Vj. 108,0 Mio Euro) und übertraf damit den Umsatz. Der Auftragsbestand ist infolge des guten Auftragseingangs weiter angewachsen und lag zum Ende des 1. Halbjahres 2013 bei komfortablen 115,0 Mio Euro und damit um 9,3 Prozent über dem Wert vom Jahresende 2012.

Das Segment Messtechnik entwickelte sich im 1. Halbjahr 2013 weiterhin sehr positiv und konnte bei Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark zulegen. Der Umsatz stieg um 13,1 Prozent auf 90,5 Mio Euro (i.Vj. 80,0 Mio Euro). Den größeren Teil des Umsatzzuwachses trug die Sparte Verkehrssicherheit bei. Das Segment-EBIT stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 65,5 Prozent auf 10,8 Mio Euro (i.Vj. 6,5 Mio Euro). Der Auftragseingang lag mit 86,7 Mio Euro (i.Vj. 100,5 Mio Euro) erwartungsgemäß unter dem hohen Vorjahreswert, in dem unter anderem der Großauftrag für Verkehrssicherheitstechnik in Malaysia anteilig enthalten war. Der Auftragsbestand blieb mit 85,1 Mio Euro leicht unter dem Wert zum Jahresende 2012 (31.12.2012: 87,4 Mio Euro).

Im Verlauf des 1. Halbjahres 2013 verzeichnete das Segment Verteidigung & Zivile Systeme eine positive Entwicklung beim Umsatz. Dieser lag zum Ende des Berichtszeitraums mit 88,4 Mio Euro um 4,4 Prozent unter dem Vorjahreswert (i.Vj. 92,4 Mio Euro), nach minus 9,4 Prozent zum Ende des 1. Quartals. Das Segment-EBIT stieg, unter anderem positiv beeinflusst durch einmalige Sondereffekte, um 17,7 Prozent auf 4,9 Mio Euro (i.Vj. 4,2 Mio Euro). Der Auftragseingang lag mit 83,5 Mio Euro deutlich über dem Vorjahresniveau (i.Vj. 73,2 Mio Euro). Der Auftragsbestand ging leicht auf 249,7 Mio Euro zurück (31.12.2012: 255,8 Mio Euro).

Ausblick auf das Gesamtjahr 2013: Prognose bestätigt.

Gestützt auf den positiven Trend der Geschäftsentwicklung im bisherigen Jahresverlauf bestätigt der Jenoptik-Vorstand die Prognose und erwartet für das Geschäftsjahr 2013 ein leichtes Umsatzwachstum von bis zu 5 Prozent. Je nach Verlauf des Halbleiterzyklus sowie der Entwicklung der Nachfrage aus der Automobilindustrie, insbesondere im 2. Halbjahr 2013, soll das im operativen Geschäft erzielte Konzern-EBIT zwischen 50 und 55 Mio Euro liegen. Kosten für Projekte der Konzernentwicklung (wie JOE und Go Lean) im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich werden darüber hinaus das EBIT beeinflussen.

Der vollständige Halbjahresbericht steht Ihnen im Internet zum Download zur Verfügung. Bildmaterial finden Sie in unserer Bilddatenbank unter Aktuelle Bilder / Finanzberichte 2013.

Diese Nachricht kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Jenoptik-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Derartige Faktoren können zum Beispiel Wechselkurs-schwankungen, Zinsänderungen, die Markteinführung von Konkurrenzprodukten oder Änderungen in der Unternehmensstrategie sein. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.