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MOVOLINE In-Prozessmesstechnik ermöglicht Schleifbearbeitung mit höchster Präzision

Mit der Prozessmesstechnik MOVOLINE der Jenoptik-Sparte Industrielle Messtechnik erreicht die Polymeca AG hohe Präzision in der Schleifbearbeitung.

Die Polymeca AG fertigt schon seit über 20 Jahren hochpräzise Achssysteme für Theodoliten auf konventionellen Schleifmaschinen. Mit einem innovativen Fertigungsverbund, bestehend aus vier vollautomatisierten Präzisionsschleifmaschinen für Innen- und Außenbearbeitung mit bis zu dreifachem Paarungsschleifen, hat das Schweizer Traditionsunternehmen jetzt ein neues Kapitel in Bezug auf Präzision und Prozesssicherheit aufgeschlagen. Das Beeindruckende an der neuen Fertigungslinie ist die tatsächlich erreichte Prozesssicherheit in der Großserienproduktion. Damit wird auch in den mannlosen Schichten an Wochenenden eine Bearbeitungsgenauigkeit von bis zu 0,001 Millimeter gewährleistet.

Pre-, In- und Post-Prozessmesstechnik aus einer Hand

Diese außergewöhnliche Präzision wird durch die neue Generation der Prozessmesstechnik MOVOLINE der Jenoptik-Sparte Industrielle Messtechnik erreicht. Zuerst bestimmen Pre-Prozess-Messungen beim Paarungs- und Dreifach-Paarungsschleifen exakte Sollwerte zur Bearbeitung der Achsen. In den Schleifzentren bei Polymeca messen hochpräzise pneumatische HOMMEL-MOVOMATIC Messdorne die relevanten Innendurchmesser flexibel und kostengünstig sowie in hoher Taktrate.

Für die In-Prozess Messungen werden Durchmessermessköpfe HOMMEL-MOVOMATIC DM200 sowie Positioniermessköpfe HOMMEL-MOVOMATIC DP200 verwendet. Mit ihnen sind zuverlässige Messungen von Außendurchmessern sowie passive Axialpositionierungen selbst unter widrigsten Maschinenbedingungen möglich. Damit können externe Einflüsse auf den Schleifprozess auf ein Minimum reduziert und eine hochpräzise Bearbeitung sichergestellt werden. Bei der neuen Generation der In-Prozess-Messsysteme überzeugt die moderne digitale Technik, die sonst von keinem Hersteller angeboten wird und eine störsichere Datenübertragung gewährleistet. Außerdem ermöglicht die neue Messkopfgeneration eine deutlich kompaktere Bauweise für komplexe Messanordnungen. In den Polymeca-Schleifzentren sind je nach Achstype bis zu fünf In-Prozess-Messköpfe für Durchmesser und zusätzlich ein Positioniermesskopf auf engstem Raum kombiniert.

Um Genauigkeiten von 0,001 Millimeter in vollautomatisierten Schleifzentren erreichen zu können, braucht es eine ausgeklügelte Prozessmesstechnik. Unmittelbar nach den Schleifvorgängen erfolgen noch in der Schleifmaschine Post-Prozess-Messungen mit derselben Messeinrichtung, bei denen Rundheitskontrollen sowie Längennachmessungen durchgeführt werden. Dies dient der Qualitätskontrolle und der statistischen Prozesskontrolle sowie ganz wesentlich zur Nachjustierung respektive zur Trendkorrektur, um thermische Einflüsse, Schleifscheibenabnutzung etc. zu kompensieren. Darüber hinaus spart die Kombination von In- und Post-Prozess-Messungen in einer gemeinsamen Messeinrichtung eine zusätzliche Post-Prozess-Station.

Für die Bedienung und Visualisierung aller Messsteuerfunktionen der gesamten Anlage erfüllen HOMMEL-MOVOMATIC Messteuerungen vom Typ ESZ400 als moderne Einbaulösungen höchste Ansprüche.

Über Jenoptik und die Sparte Industrielle Messtechnik

Als integrierter Optoelektronik-Konzern ist Jenoptik in den fünf Sparten Laser & Materialbearbeitung, Optische Systeme, Industrielle Messtechnik, Verkehrssicherheit sowie Verteidigung & Zivile Systeme aktiv.

In der Industriellen Messtechnik zählt Jenoptik zu den führenden Herstellern für hochpräzise, berührende und berührungslose Fertigungsmesstechnik. Das Leistungsspektrum umfasst komplette Lösungen für unterschiedlichste Messaufgaben, so die Prüfung von Rauheit, Konturen, Form und die Bestimmung von Dimensionen in jeder Phase des Fertigungsprozesses sowie im Messraum. Abgerundet wird das Angebot durch umfassende Dienstleistungen wie Beratung, Schulung und Service inklusive langfristiger Wartungsverträge.

Über Polymeca

Bis ins Jahr 1921 reichen die Wurzeln von Polymeca zurück. Damals wurde am Standort das Unternehmen Wild Heerbrugg gegründet, schon damals ein Hersteller sehr genauer Bauteile. 1986 entstand daraus die Wild Leitz AG, die 1990 ein Bestandteil der Leica-Gruppe wurde. Nach der Neustrukturierung der Leica-Gruppe sieben Jahre später gehörten die Spezialisten für Feinwerktechnik zur Sparte Leica Geosystems, die ihrerseits 2006 in der schwedischen Hexagon-Gruppe aufging. Die Polymeca AG gehört mit seinen 130 Mitarbeitern zu den führenden Präzisionsmechanik-Herstellern weltweit. Traditionell ist das Unternehmen eng mit der Messtechnik verknüpft. 1921 gründete Heinrich Wild eine Werkstätte für Feinmechanik und Optik. Mit seinen Präzisionstheodoliten errang er Weltruhm. Das sind die Wurzeln der heutigen Polymeca, die heute zur Hexagon-Gruppe gehört, einer der weltweit grössten Messtechnik-Konzerne. Präzision gehört zum Alltag des Unternehmens und Mikrometer werden in Serie produziert. Neben den Fertigungstechnologien Drehen und Fräsen stellt speziell die klimatisierte Schleiftechnik inklusive anspruchsvoller Messtechnik ein Schlüssel für den Fertigungserfolg im “ym Bereich“ dar. Zusätzliche Supportprozesse wie Honen, Hartdrehen inklusive einer integrierten Oberflächentechnik runden das Komplettangebot ab. Zu den Kunden weltweit gehören vor allem Unternehmen der Vermessungsindustrie, der Medizintechnik, der Wehrtechnik sowie der Textil und Optikindustrie.