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Jenoptik stärkt Präsenz in Indien durch Übernahme

Der Konzern übernimmt die Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen in Bangalore zu 100 Prozent und verfolgt damit konsequent seine Strategie für eine stärkere Internationalisierung und größere Kundennähe.

Jenoptik erhöht ihre Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen HOMMEL-ETAMIC Metrology India Pvt. Ltd. in Indien von 51 auf 100 Prozent. Das bisherige Joint Venture wird aufgelöst. Das Unternehmen in Bangalore mit 16 Mitarbeitern wird in den nächsten Monaten vollständig in die Konzernstruktur von Jenoptik integriert.

Die neue Jenoptik-Gesellschaft wird künftig als Tochter der asiatischen Jenoptik-Holding im indischen Markt agieren und allen Sparten des Konzerns offen stehen. Bislang war Jenoptik hauptsächlich durch die Sparte Industrielle Messtechnik in Indien präsent und richtete sich mit ihrem Produktportfolio und Service vor allem an die Automobilindustrie und deren Zulieferer. „Indien bietet aus unserer Sicht auch ein großes Potenzial in den Märkten der Verkehrssicherheit, der optischen Systeme und für zivile Anwendungen unserer Sparte Verteidigung & Zivile Systeme“, so Jenoptik-Chef Michael Mertin.

Im Jahr 2008 hatte Jenoptik das Joint Venture gegründet. „Das Joint Venture hat den Grundstein für unseren direkten Markt- und Kundenzugang in einer der wichtigsten Wachstumsregionen gelegt. Für die erfolgreiche Zusammenarbeit möchten wir uns bei unseren Partnern von Francis Klein bedanken“, so Michael Mertin. Das indische Unternehmen Francis Klein war als langjähriger Vertriebspartner der ehemaligen Etamic-Gruppe, die Jenoptik 2006 erworben hatte, maßgeblich bei der Markterschließung in Indien beteiligt. „Wir sind überzeugt, dass wir auch mit der neuen 100-prozentigen Jenoptik-Präsenz künftig sehr flexibel und schnell auf die Marktbedürfnisse in Indien reagieren können“, ergänzt Michael Mertin.

Erst Ende April 2014 hatte Jenoptik das Unternehmen Robot Nederland im Bereich der Verkehrssicherheit vollständig übernommen. Die Strategie, vor Ort mehr Verantwortung für Kunden und Projekte zu übernehmen, erwies sich als bereits als erfolgreich: Über die niederländische Präsenz erhielt Jenoptik zuletzt einen Auftrag zur stationären Verkehrsüberwachung im einstelligen Millionen-Euro-Bereich.

Über Jenoptik

Als integrierter Optoelektronik-Konzern ist Jenoptik in den fünf Sparten Laser & Materialbearbeitung, Optische Systeme, Industrielle Messtechnik, Verkehrssicherheit sowie Verteidigung & Zivile Systeme aktiv. Zu den Kunden weltweit gehören vor allem Unternehmen der Halbleiterausrüstungsindustrie, der Automobil- und Automobilzulieferindustrie, der Medizintechnik, der Sicherheits- und Wehrtechnik sowie der Luftfahrtindustrie. Hauptsitz des Optoelektronik-Konzerns ist Jena (Thüringen). Neben mehreren großen Standorten in Deutschland ist Jenoptik in rund 80 Ländern präsent und hat große ausländische Produktionsstandorte in den USA, in Frankreich und in der Schweiz sowie Beteiligungen in Singapur, Indien, China, Korea, Japan, Australien und den Niederlanden. Die JENOPTIK AG ist an der Deutschen Börse in Frankfurt notiert und wird im TecDax geführt. Jenoptik hat rund 3.430 Mitarbeiter und erzielte 2013 einen Umsatz von rund 600 Mio EUR.