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Jenoptik passt Umsatz- und Ergebnisprognose für 2014 an

Jahresziele aufgrund verhaltener Nachfrage aus Maschinenbau, Automobil- und Halbleiterausrüstungsindustrie sowie aufgrund von Projektverschiebungen und verschärften Exportbeschränkungen nicht mehr erreichbar.

Die JENOPTIK AG passt ihre Umsatz- und Ergebnisprognose für 2014 trotz hoher Auftragseingänge an. Unter der Voraussetzung, dass ein internationaler Großauftrag im Segment Verteidigung & Zivile Systeme noch bis zum Jahresende realisiert werden kann, rechnet der Vorstand nun für das laufende Geschäftsjahr mit einem Konzernumsatz auf Vorjahresniveau von rund 600 Mio Euro (i.Vj. 600,3 Mio Euro). Das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) soll bei rund 50 Mio Euro liegen (i.Vj. 52,7 Mio Euro). Dies gilt unter der Bedingung, dass sich die Unsicherheiten im Verteidigungsgeschäft in den kommenden Wochen nicht noch weiter verstärken. Die bisherige Prognose sah für 2014 ein Umsatzwachstum von etwa 5 Prozent und ein Konzern-EBIT von ungefähr 55 Mio Euro vor.

Das Absenken der Prognose für die Jahresziele 2014 ist insbesondere auf die Verschlechterung externer Rahmenbedingungen zurückzuführen:
Zum einen belastet eine in den vergangenen Wochen deutlich unter den Jenoptik-Erwartungen gebliebene Nachfrage aus der Maschinenbau-, Halbleiterausrüstungs- und Automobilindustrie den Geschäftsverlauf in den Segmenten Laser & Optische Systeme sowie Messtechnik. Hinzu kommen zeitliche Verschiebungen von Projekten durch Kunden. Des Weiteren werden die sich verschärfenden Rüstungsexportbeschränkungen der Bundesregierung infolge der Russland-Ukraine-Krise zu Umsatzausfällen im Konzern, insbesondere im Segment Verteidigung & Zivile Systeme, im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich führen.

„Die aktuellen konjunkturellen Rahmendaten und Marktbedingungen wirken sich spürbar auf das Investitionsverhalten unserer Kunden aus. Vor diesem Hintergrund sind unsere bisher für 2014 prognostizierten Wachstumsziele, trotz der deutlich über dem Vorjahr liegenden Auftragseingänge im Konzern, nicht mehr erreichbar“, erklärt Jenoptik-CEO Michael Mertin. „Durch diese gute Auftragsbasis haben wir jedoch die Voraussetzungen für unser profitables Wachstum im kommenden Geschäftsjahr geschaffen“, ergänzt Finanzvorstand Rüdiger Andreas Günther.

Der Jenoptik-Konzern wird seine bisherige Strategie zielgerichtet weiterführen. Aufgrund der durch externe Rahmenbedingungen negativ beeinflussten Geschäftsentwicklung 2014 verlängert der Vorstand jedoch den Zeithorizont für die Mittelfristprognose des Jenoptik-Konzerns. Demnach erwartet das Unternehmen nun erst ein Jahr später als geplant, also bis Ende 2018, inklusive kleinerer Unternehmensakquisitionen, einen Jahresumsatz von rund 800 Mio Euro bei einer durchschnittlichen EBIT-Marge von 9 bis 10 Prozent über die Zyklen hinweg zu erreichen.

„Die zeitliche Verschiebung der Erreichung unseres mittelfristigen Umsatzziels von 800 Mio Euro ist kein Strategiewechsel. Wir haben Jenoptik strategisch gut aufgestellt und auf einen krisensicheren Kurs gebracht. Diesen Kurs werden wir trotz Gegenwind konsequent halten und so unsere Ziele erreichen“, betont Michael Mertin.

Jenoptik wird die Zahlen zu den ersten neun Monaten 2014 am 12. November veröffentlichen. Nach vorläufigen Berechnungen liegt der Konzernumsatz leicht unter dem Wert des Vorjahreszeitraums (i.Vj. 432,5 Mio Euro), das Konzern-EBIT erreicht das Vorjahresniveau (i.Vj. 37,5 Mio Euro). Beim Auftragseingang verzeichnet der Konzern im Berichtszeitraum eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (i.Vj. 415,4 Mio Euro).

Diese Pressemitteilung enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Jenoptik-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Derartige Faktoren können zum Beispiel Wechselkursschwankungen, Zinsänderungen, die Markteinführung von Konkurrenzprodukten oder Änderungen in der Unternehmensstrategie sein. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche in die Zukunft gerichtete Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Über Jenoptik

Als integrierter Optoelektronik-Konzern ist Jenoptik in den fünf Sparten Laser & Materialbearbeitung, Optische Systeme, Industrielle Messtechnik, Verkehrssicherheit sowie Verteidigung & Zivile Systeme aktiv. Zu den Kunden weltweit gehören vor allem Unternehmen der Halbleiterausrüstungsindustrie, der Automobil- und Automobilzulieferindustrie, der Medizintechnik, der Sicherheits- und Wehrtechnik sowie der Luftfahrtindustrie. Hauptsitz des Optoelektronik-Konzerns ist Jena (Thüringen). Neben mehreren großen Standorten in Deutschland ist Jenoptik in rund 80 Ländern präsent und hat große ausländische Produktionsstandorte in den USA, in Frankreich und in der Schweiz sowie Beteiligungen in Singapur, Indien, China, Korea, Japan, Australien und den Niederlanden. Die JENOPTIK AG ist an der Deutschen Börse in Frankfurt notiert und wird im TecDax geführt. Jenoptik hat rund 3.430 Mitarbeiter und erzielte 2013 einen Umsatz von rund 600 Mio EUR.