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Hoher Auftragsbestand schafft gute Voraussetzungen für Wachstum 2015

In den ersten neun Monaten 2014 erzielte Jenoptik mit 420,1 Mio Euro einen Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau. Auftragseingang gestiegen, Profitabilität verbessert.

  • Auftragseingang wächst um 7,6 Prozent auf 446,7 Mio Euro
  • Konzernumsatz mit 420,1 Mio Euro etwas unter Vorjahresniveau
  • Konzern-EBIT mit 37,8 Mio Euro auf Vorjahreswert; Profitabilität verbessert
Eine verhaltene Nachfrage aus der Maschinenbau-, Automobil- und Halbleiterausrüstungsindustrie, Projektverschiebungen sowie verschärfte Exportrestriktionen beeinflussten den Geschäftsverlauf des Jenoptik-Konzerns im 3. Quartal. „Trotz dieser herausfordernden Rahmenbedingungen, die sich auch auf das Investitionsverhalten unserer Kunden ausgewirkt haben, verzeichneten wir weiterhin solide Auftragseingänge und konnten damit gute Voraussetzungen für das Wachstum in den kommenden Geschäftsjahren schaffen“, erklärte der Jenoptik-Vorstandsvorsitzende Michael Mertin. „Mit unserer Internationalisierungsstrategie sind wir gut positioniert. Wir erwarten, dass wir insbesondere in Asien stark wachsen werden und so die Nachfrageschwäche in anderen Regionen ausgleichen können.“

Auftragseingang gestiegen. Trotz geringerem Umsatz Konzernergebnis auf Vorjahresniveau.

Mit 446,7 Mio Euro stieg der Auftragseingang des Jenoptik-Konzerns in den ersten neun Monaten 2014 um 7,6 Prozent (i.Vj. 415,4 Mio Euro). Der Auftragsbestand zum 30. September 2014 übertraf mit 436,9 Mio Euro den Wert vom Jahresende 2013 um 6,2 Prozent (31.12.2013: 411,4 Mio Euro).

In den ersten neun Monaten 2014 erzielte der Jenoptik-Konzern mit 420,1 Mio Euro einen Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau (i.Vj. 432,5 Mio Euro). Dabei konnte das Segment Laser & Optische Systeme zulegen. Die beiden anderen Segmente verzeichneten infolge der Investitionszurückhaltung der Kunden sowie aufgrund von zeitlichen Projektverschiebungen und verstärkten Exportregulierungen einen Umsatzrückgang. Zum Ende des 3. Quartals 2014 lag der Anteil des Auslandumsatzes mit 63,8 Prozent auf dem Niveau des Vorjahrs (i.Vj. 63,6 Prozent). Im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2013 stieg der Umsatz im Raum Asien/Pazifik deutlich um rund 46 Prozent auf 60,2 Mio Euro (i.Vj. 41,3 Mio Euro), auch aufgrund von Projektverlagerungen von Amerika in diese Region.

Die Bruttomarge erhöhte sich auf 35,2 Prozent (i.Vj. 34,6 Prozent). Das Bruttoergebnis im Berichtszeitraum wurde beeinflusst durch einen veränderten Umsatzmix und effizientere operative Prozesse. Das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich in den ersten neun Monaten mit 37,8 Mio Euro leicht (i.Vj. 37,5 Mio Euro). Die EBIT-Marge stieg von 8,7 Prozent auf 9,0 Prozent.

Das Ergebnis vor Steuern blieb im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2013 mit 33,1 Mio Euro (i.Vj. 33,6 Mio Euro) nahezu konstant. Das Ergebnis nach Steuern betrug 28,2 Mio Euro nach 29,1 Mio Euro im Vorjahr, das Ergebnis je Aktie 0,49 Euro (i.Vj. 0,51 Euro).

Zum Ende des 3. Quartals 2014 hatte der Jenoptik-Konzern 3.532 Mitarbeiter (31.12.2013: 3.433 Mitarbeiter). Rund 16 Prozent der Belegschaft sind im Ausland beschäftigt.

Gute Vermögenslage. Eigenkapitalquote erneut gestiegen.

Um unter anderem aus einem starken Auftragseingang den Umsatz für die kommenden Monate realisieren zu können, wurde in den ersten neun Monaten 2014 Working Capital aufgebaut. Dies führte zum 30. September 2014 erwartungsgemäß zu einem Anstieg der Nettoverschuldung auf 67,1 Mio Euro (31.12.2013: 44,1 Mio Euro; 30.09.2013: 82,0 Mio Euro).

In den ersten neun Monaten 2014 betrug der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 10,8 Mio Euro (i.Vj. 15,1 Mio Euro). Im 3. Quartal 2014 erzielte der Konzern einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 24,3 Mio Euro (i.Vj. 5,0 Mio Euro).

Die Eigenkapitalquote des Jenoptik-Konzerns konnte auf 55,2 Prozent gesteigert werden (31.12.2013: 53,0 Prozent).

„Jenoptik verfügt über eine gute Vermögenslage, die uns ausreichend Flexibilität für unser künftiges organisches Wachstum und auch für Unternehmenszukäufe bietet“, erklärt Finanzvorstand Rüdiger Andreas Günther.

Segment Laser & Optische Systeme ist Wachstums- und Ergebnisträger.

Das Segment Laser & Optische Systeme verzeichnete in den ersten neun Monaten 2014 einen soliden Geschäftsverlauf. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz mit 172,2 Mio Euro um 7,4 Prozent (i.Vj. 160,4 Mio Euro). Unter anderem eine gleichbleibend gute Nachfrage nach Laseranlagen für die Kunststoffbearbeitung sowie erfolgreiche Projektanläufe im Bereich Medizintechnik und Life Sciences unterstützten die Entwicklung im Berichtszeitraum. Wohingegen das Geschäft mit der Halbleiterausrüstungsindustrie im 3. Quartal überraschend und spürbar nachließ. Das EBIT stieg um 21,5 Prozent von 16,8 Mio Euro im Vorjahr auf 20,4 Mio Euro. Der Auftragseingang übertraf mit 186,0 Mio Euro sowohl das Vorjahresniveau (i.Vj. 165,1 Mio Euro) als auch den Umsatz im Berichtszeitraum. In der Folge ist der Auftragsbestand im Segment weiter angewachsen. Ende September 2014 lag er bei 107,2 Mio Euro und damit 13,7 Prozent höher als zum Jahresende 2013 (31.12.2013: 94,3 Mio Euro).

Die allgemeine Investitionszurückhaltung sowie die Unsicherheiten infolge der Russlandsanktionen und der verschärften Exportkontrollen führten im 3. Quartal zu einer weiteren Abschwächung der Nachfrage im Bereich der Messtechnik. Dementsprechend ging der Umsatz im Segment Messtechnik um 9,3 Prozent auf 127,7 Mio Euro zurück (i.Vj. 140,8 Mio Euro). Das EBIT des Segments reduzierte sich um 14,4 Prozent auf 14,7 Mio Euro (i.Vj. 17,2 Mio Euro). Diese Entwicklung ist vor allem auf den schwächeren Umsatz im Berichtszeitraum zurückzuführen. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte der Auftragseingang mit 126,2 Mio Euro leicht über dem Vorjahresniveau gehalten werden (i.Vj. 125,1 Mio Euro). Der Auftragsbestand des Segments lag mit 71,8 Mio Euro geringfügig unter dem Wert vom Jahresende 2013 (31.12.2013: 72,8 Mio Euro).

Vor allem die Verschiebung bzw. zeitliche Streckung von Projekten sowie die verschärften Rüstungsexportbeschränkungen der deutschen Bundesregierung unter anderem infolge der Russlandsanktionen führten in den ersten neun Monaten zu einem Umsatzrückgang des Segments Verteidigung & Zivile Systeme um 8,8 Prozent auf 117,3 Mio Euro (i.Vj. 128,6 Mio Euro). Das Segment-EBIT lag aufgrund der schwachen Umsatzentwicklung und eines projektbedingt margenschwächeren Produktmixes bei 0,4 Mio Euro und damit deutlich unter dem Vorjahreswert (i.Vj. 6,6 Mio Euro). Im Vorjahr wurde das EBIT zudem durch einen einmaligen Sondereffekt positiv beeinflusst. Der Auftragseingang konnte um 5,3 Prozent zulegen und übertraf mit 130,9 Mio Euro sowohl den Umsatz im Berichtszeitraum als auch den Auftragseingang des Vorjahrs (i.Vj. 124,2 Mio Euro). Der Auftragsbestand des Segments stieg auf 259,7 Mio Euro nach 246,9 Mio Euro zum 31. Dezember 2013.

Prognose für 2014 Mitte Oktober angepasst.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen hat der Vorstand der JENOPTIK AG die Prognose für 2014 angepasst. Unter der Voraussetzung, dass ein internationaler Großauftrag für Verteidigungstechnik noch bis zum Jahresende realisiert wird und sich die bestehenden Unsicherheiten im Verteidigungsgeschäft nicht weiter verstärken, erwartet der Vorstand nun einen Konzernumsatz auf Vorjahresniveau von rund 600 Mio Euro. Das Konzern-Betriebsergebnis soll bei rund 50 Mio Euro liegen.

Der Quartalsbericht steht online unter Investoren zum Download zur Verfügung. Bildmaterial ist in der Bilddatenbank unter www.jenoptik.com/finanzberichte-aktuelle-bilder in der Galerie Aktuelle Bilder / Finanzberichte 2014 abrufbar.

Die „Jenoptik App“ ermöglicht die Ansicht des Berichts auf Mobilgeräten mit iOS- und Android-Betriebssystemen. Die App steht im App Store und bei Google Play zum Download bereit.

Diese Pressemitteilung kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Jenoptik-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Derartige Faktoren können zum Beispiel Wechselkursschwankungen, Zinsänderungen, die Markteinführung von Konkurrenzprodukten oder Änderungen in der Unternehmensstrategie sein. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche in die Zukunft gerichtete Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.