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Internationale Verkehrsprojekte zur Section Control erfolgreich umgesetzt

In Österreich und der Schweiz nimmt die Jenoptik-Sparte Verkehrssicherheit mehrere Projekte zur Messung von Durchschnittsgeschwindigkeiten in Betrieb. Für ein solches Section-Control-Projekt wird die neue Jenoptik-Tochter Vysionics in Großbritannien ausgezeichnet.

Der Jenoptik-Konzern setzt seine Strategie zur weiteren Internationalisierung fort: Insbesondere in der Sparte Verkehrssicherheit werden derzeit mehrere komplexe Projekte weltweit umgesetzt. Ein aktueller Schwerpunkt ist die „Section Control“, bei der die Durchschnittsgeschwindigkeit von Fahrzeugen über einen bestimmten Streckenabschnitt hinweg ermittelt und ausgewertet wird. Besonders erfolgreich eingesetzt wird diese Jenoptik-Technik derzeit in Österreich und der Schweiz, wo sie durch die zuständigen Behörden bereits zugelassen wurde.

Für die Section Control nutzt Jenoptik ihre Technik der Produktreihe TraffiSection auf Basis von Laserscannern, sowohl für die stationäre als auch für die zum Teil kurzfristige mobile Abschnittskontrolle. Die Basisanlage kann durch kundenspezifische Module wie beispielsweise Fahrergesichtserkennung, Anbindung an eine Wechselverkehrszeichen-Anlage, Klassifizierung unterschiedlicher Fahrzeugklassen, Geisterfahrererkennung oder Erkennung von Gefahrengut-Transportern ergänzt werden.

Auszeichnung für Verkehrsprojekt in Großbritannien

Auch in Großbritannien ist die Section Control ein bewährtes Prinzip zur Verkehrsüberwachung, dort bekannt als „Average Speed Enforcement“. Für ein solches Verkehrsprojekt erhielt die neue Jenoptik-Tochter Vysionics Anfang Dezember den „Prince Michael International Road Safety Award“. Der Preis würdigt ihren Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit in der britischen Grafschaft Nottinghamshire.

Auf einer 21 Kilometer langen Strecke der englischen Autobahn A614 werden „SPECS“-Systeme von Vysionics für die Abschnittskontrolle eingesetzt. Sie haben dazu beigetragen, dass seit Projektbeginn im Frühjahr 2012 die Anzahl der Unfälle um etwa die Hälfte gesenkt und kein Todesfall mehr registriert wurde. Vor der Installation der SPECS-Systeme wurden auf dieser stark befahrenen Autobahn 289 Menschen in fünf Jahren verletzt oder getötet.

Section Control in Österreich

In Österreich ist Jenoptik mit verschiedenen Projekten zur Section Control bereits seit mehreren Jahren aktiv. Seit November 2014 sorgen zwei weitere semi-mobile TraffiSection-Systeme für mehr Verkehrssicherheit auf der österreichischen Autobahn A8. Im Baustellenbereich zwischen den Anschlussstellen Weibern und Haag überwachen die Systeme mit Fahrererkennung die Durchschnittsgeschwindigkeit. Das Design dieser Modellreihe ist an den TraffiTower 2.0 angelehnt, ein Gehäuse von Jenoptik, das mit dem „iF product design award“ ausgezeichnet wurde.

Im oberösterreichischen Bindermichl-Niedernhart-Tunnel auf der A7 wird Jenoptik-Technik für die stationäre Section Control eingesetzt. Dieses Tunnelnetzwerk mitten in der Stadt Linz wird täglich von mehr als 200.000 Fahrzeugen durchquert. Wegen der vielen Ein- und Ausgänge sind die technischen Anforderungen an die Überwachung mehrerer Streckenabschnitte („Multi-Section“) hoch. Deshalb werden seit Anfang Dezember insgesamt 15 verschiedene Straßenabschnitte im Tunnel mit Jenoptik-Technik überwacht. Es ist das weltweit erste „Multi-Section“-System mit Fahrererkennung und Anbindung an eine Wechselverkehrszeichen-Anlage. Das stellt sicher, dass die einzelnen Anlagen automatisch auf wechselnde Tempolimits reagieren.

Ausführliche Informationen zu diesem MultiSection-Projekt gibt es in Englisch auf dem Fachportal ITS International.

Section Control in der Schweiz

Auf der Schweizer Autobahn A9 zwischen Lausanne und dem Grenzübergang nach Frankreich wird seit Herbst 2014 ein weiteres stationäres TraffiSection-System im MultiSection-Betrieb eingesetzt, das sowohl Front- als auch Heckfotografie erlaubt. So können auf der über acht Kilometer langen Strecke auch Fahrzeuge mit Anhänger oder Motorräder erfasst werden.

Über Jenoptik und die Sparte Verkehrssicherheit

Als integrierter Optoelektronik-Konzern ist Jenoptik in den fünf Sparten Laser & Materialbearbeitung, Optische Systeme, Industrielle Messtechnik, Verkehrssicherheit sowie Verteidigung & Zivile Systeme aktiv.

In der Sparte Verkehrssicherheit entwickelt, produziert und vertreibt Jenoptik Komponenten und Systeme, die den Straßenverkehr weltweit sicherer machen. Zum Produktportfolio auf Basis der bewährten Robot-Technologie gehören umfassende Systeme rund um den Straßenverkehr, wie Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachungsanlagen sowie OEM-Produkte (Original Equipment Manufacturer) und Anlagen zur Ermittlung anderer Verkehrsverstöße. Im Bereich der Dienstleistungen deckt die Jenoptik-Sparte die gesamte begleitende Prozesskette ab.