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Jenoptik-Technik für Pilotprojekt zur Section Control in Deutschland

Als technischer Dienstleister unterstützt Jenoptik das bundesweite Pilotprojekt zur „Section Control“. Ab März 2015 wird die Jenoptik-Technik zur Abschnittskontrolle zunächst in Niedersachsen installiert und getestet.

Die Jenoptik-Sparte Verkehrssicherheit hat die Ausschreibung für das bundesweite Pilotprojekt zur sogenannten Section Control gewonnen. In diesem auf 18 Monate angelegten Pilotprojekt wird die Abschnittskontrolle zunächst in Niedersachsen getestet. Das Land Niedersachsen hält die Schirmherrschaft für das Projekt.

Jenoptik liefert dazu eine Anlage aus der Produktreihe TraffiSection, um das Tempolimit auf einem Abschnitt von knapp 3 Kilometern auf der Bundesstraße 6 südlich von Hannover zu kontrollieren. Bis Ende März 2015 wird die Anlage aufgebaut, ab April folgt die Testphase. Noch im Laufe dieses Jahres soll auch die deutsche Zulassung durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) erreicht werden, mit der das System voraussichtlich im Herbst in den Echtbetrieb übergehen kann.

Jenoptik-Chef Michael Mertin: „Wir freuen uns, dass wir so ein richtungsweisendes Projekt in Deutschland mit unserer Erfahrung unterstützen können. Unsere moderne Technik für die Section Control hat sich bereits in anderen Ländern bewährt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. So wird sie seit mehreren Jahren in Großbritannien, in Österreich und der Schweiz sowie in Kuwait erfolgreich eingesetzt.“

Verschlüsselte Datenübertragung

Für die Section Control nutzt Jenoptik ihre TraffiSection-Technik auf Basis von Laserscannern. Dabei wird die Durchschnittsgeschwindigkeit über eine längere Strecke hinweg mithilfe von Messsystemen und Kameras an einem Eingangs- und Ausgangspunkt ermittelt. Jedes Fahrzeug wird an beiden Kontrollpunkten registriert und anhand des Kfz-Kennzeichens identifiziert. Diese Daten werden nach der Erfassung am Eingangspunkt sofort anonymisiert und zusätzlich mit einem kryptologischen Verfahren so verschlüsselt, dass zu keinem Zeitpunkt während der Messung Rückschlüsse auf das tatsächliche Fahrzeug oder personenbezogene Daten möglich sind. Auch eine Erkennung von Fahrzeuginsassen ist nicht möglich, da die Fahrzeuge von hinten und in geringer Auflösung gescannt werden.

Wenn die durchschnittliche Geschwindigkeit der Durchfahrt über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit liegt, wird nach der Ausfahrt aus dem gemessenen Abschnitt ein herkömmliches hochaufgelöstes Frontbild mit Fahrererkennung erstellt. Das System dokumentiert die Daten zur Ahndung des Verstoßes wie Kennzeichen und Fahrerbild automatisch.

Dagegen werden alle Daten zu Fahrzeugen, die die Durchschnittgeschwindigkeit nicht überschritten haben, nur für den Zeitraum der Durchfahrt zwischengespeichert und sofort nach dem Verlassen des Abschnitts automatisiert gelöscht. Ein Zugriff auf personenbezogene Daten ist durch die Anonymisierung, die Verschlüsselung und die automatisierte Löschung ausgeschlossen.

Vorteile der Technik

Die Abschnittskontrolle mit der TraffiSection-Technik bietet wesentliche Vorteile für die moderne Verkehrsüberwachung. Mit dem Ziel einer erhöhten Verkehrssicherheit wird das Tempolimit effektiver und kosteneffizienter überwacht, da nur ein System für die längere Strecke nötig ist und sich die Verkehrsteilnehmer über einen längeren Abschnitt hinweg an die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbeschränkung halten. Dies harmonisiert auch den Verkehrsfluss, wodurch der Bildung von Staus vorgebeugt wird. Die Jenoptik-Technik auf Basis von Laserscannern ermöglicht zudem eine zweifelsfreie Identifizierung und gerichtsverwertbare Dokumentation von Verkehrsverstößen.

Aufgrund des modular strukturierten Konzepts ist das TraffiSection-System sowohl für stationäre, längerfristige Anwendungen geeignet, zum Beispiel in Tunneln, als auch für den mobilen, kurzfristigen Einsatz, etwa in Baustellen. Jenoptik bietet darüber hinaus auch „MultiSection“-Lösungen für komplexe Streckenabschnitte mit Kreuzungen und Abzweigungen an.

Über Jenoptik und die Sparte Verkehrssicherheit

Als integrierter Photonik-Konzern ist Jenoptik in den fünf Sparten Laser & Materialbearbeitung, Optische Systeme, Industrielle Messtechnik, Verkehrssicherheit sowie Verteidigung & Zivile Systeme aktiv.

In der Sparte Verkehrssicherheit entwickelt, produziert und vertreibt Jenoptik Komponenten und Systeme, die den Straßenverkehr weltweit sicherer machen. Zum Produktportfolio auf Basis der bewährten Robot-Technologie gehören umfassende Systeme rund um den Straßenverkehr, wie Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachungsanlagen sowie OEM-Produkte (Original Equipment Manufacturer) und Anlagen zur Ermittlung anderer Verkehrsverstöße. Im Bereich der Dienstleistungen deckt die Jenoptik-Sparte die gesamte begleitende Prozesskette ab.

Ansprechpartner

Britta Maria Schell

Britta Maria Schell

Vice President Communications and Marketing

+49 3641 65-2255

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Ansprechpartner Cornelia Ehrler - Kommunikation und Marketing Jenoptik

Cornelia Ehrler

Referentin Kommunikation und Marketing

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