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Geschäftsjahr 2014: Jenoptik in herausforderndem Umfeld weiterhin profitabel

Trotz wirtschaftlich und politisch schwieriger Rahmenbedingungen hat der Jenoptik-Konzern im Geschäftsjahr 2014 seine Profitabilität nahezu auf dem Vorjahresniveau halten können.

Vorschau Jenoptik Geschäftsbericht 2014
  • Konzernumsatz bei 590,2 Mio Euro
  • Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) steigt leicht auf 76,1 Mio Euro
  • Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) erreicht 51,6 Mio Euro
  • Dividende soll 0,20 Euro je Aktie betragen
  • Jenoptik erwartet 2015 wieder deutliches Wachstum
„Auch wenn das vergangene Jahr für uns herausfordernd war, befindet sich Jenoptik auf einem stabilen Kurs. Bei den wirtschaftlichen Ergebnissen hatten wir uns für 2014 ursprünglich höhere Ziele gesteckt. Dafür kamen wir operativ gut voran, so zum Beispiel mit der Weiterentwicklung unserer Prozess- und Systemlandschaft und auch mit unserer Internationalisierung“, fasst Jenoptik-CEO Michael Mertin das abgelaufene Geschäftsjahr zusammen.

Angesichts der stabilen Ertrags- und Finanzlage des Konzerns schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der JENOPTIK AG der Hauptversammlung eine Dividendenzahlung von 0,20 Euro je Aktie vor (i.Vj. 0,20 Euro). Damit steigt die Ausschüttungsquote auf 27,5 Prozent (i.Vj. 24,3 Prozent).

Gute Ergebnisqualität trotz leichten Umsatzrückgangs gehalten

Der Jenoptik-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2014 in einem herausfordernden Umfeld einen Umsatz von 590,2 Mio Euro, der 1,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahrs lag (i.Vj. 600,3 Mio Euro). Das Segment Laser & Optische Systeme konnte den Umsatz 2014 steigern. Die beiden anderen Segmente – Messtechnik sowie Verteidigung & Zivile Systeme – verzeichneten aufgrund der Investitionszurückhaltung der Kunden, Exportrestriktionen sowie zeitlichen Projektverschiebungen einen Umsatzrückgang. Wichtigster Abnehmermarkt blieb der Bereich Automotive/Maschinenbau mit einem Umsatzanteil von 27,0 Prozent (i.Vj. 27,9 Prozent). Regional kamen die Wachstumsimpulse vor allem aus dem Raum Asien/Pazifik (plus 40,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Jenoptik erzielte 64,2 Prozent des Umsatzes im Ausland (i.Vj. 62,0 Prozent).

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (Konzern-EBITDA) stieg leicht auf 76,1 Mio Euro (i.Vj. 74,8 Mio Euro). Das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) lag bei 51,6 Mio Euro (i.Vj. 52,7 Mio Euro). Ein veränderter Umsatzmix sowie effizientere operative Prozesse durch das Jenoptik Exzellenz Programm beeinflussten die Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv, Auftragsneubewertungen im Verteidigungsgeschäft hatten hingegen einen negativen Effekt. Die EBIT-Marge blieb mit 8,7 Prozent (i.Vj. 8,8 Prozent) fast auf dem Niveau des Vorjahrs. Der leichte Rückgang des EBIT spiegelte sich auch im Ergebnis vor Steuern (Konzern-EBT) wider, das mit 46,1 Mio Euro unter dem Vorjahreswert lag (i.Vj. 47,2 Mio Euro). Das Ergebnis je Aktie betrug 0,73 Euro (i.Vj. 0,82 Euro).

Auftragseingang und -bestand über Vorjahr. Projektpipeline für 2015 gut gefüllt

Im Geschäftsjahr 2014 stieg der Auftragseingang auf 589,2 Mio Euro (i.Vj. 575,3 Mio Euro) und erreichte damit das Niveau des Umsatzes. Zuwächse erzielten die Segmente Laser & Optische Systeme sowie Messtechnik.

Der Auftragsbestand stieg Ende 2014 auf 422,5 Mio Euro und ist zusammen mit einer gut gefüllten Projektpipeline eine gute Basis für das angestrebte Wachstum im Geschäftsjahr 2015 (31.12.2013: 411,4 Mio Euro).

Stabile Finanz- und Vermögenslage bietet Handlungsspielraum für zukünftiges Wachstum

Für das Geschäftsjahr 2014 weist der Jenoptik-Konzern erneut eine stabile Finanz- und Vermögenslage auf, die dem Unternehmen ausreichend Flexibilität für das zukünftige Wachstum und die weitere Umsetzung seiner Strategie bietet. „Dank positiver Cashflows waren und sind wir in der Lage, unser operatives Geschäft, Investitionen und Akquisitionen aus eigener Kraft zu finanzieren“, erläutert Finanzvorstand Rüdiger Andreas Günther.

Der Free Cashflow verringerte sich, bedingt durch ein höheres Working Capital und gestiegene Investitionen, auf 22,5 Mio Euro (i.Vj. 47,0 Mio Euro). Die Nettoverschuldung stieg insbesondere infolge der Unternehmensakquisitionen zum 31. Dezember 2014 auf 92,1 Mio Euro (i.Vj. 44,1 Mio Euro). Das Eigenkapital nahm um 19,5 Mio Euro auf 386,6 Mio Euro zu (31.12.2013: 367,1 Mio Euro). Infolge der Unternehmenserwerbe und des Aufbaus von Working Capital stieg die Bilanzsumme des Jenoptik-Konzerns zum Jahresende auf 771,7 Mio Euro (31.12.2013: 692,4 Mio Euro). Die Eigenkapitalquote reduzierte sich demzufolge auf 50,1 Prozent (i.Vj. 53,0 Prozent).

Mehr Mitarbeiter im Ausland

Die Zahl der Jenoptik-Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) stieg zum Jahresende 2014 um 3,5 Prozent auf 3.553 (i.Vj. 3.433). Dabei verzeichnete das Segment Messtechnik den stärksten Zuwachs, was insbesondere auf die Akquisition des britischen Anbieters für Verkehrssicherheitstechnik Vysionics zurückzuführen ist. Im Zuge der Internationalisierung erhöhte sich die Anzahl der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter auf 617 (i.Vj. 475), das sind 17,4 Prozent der Gesamtbelegschaft (31.12.2013: 13,8 Prozent).

Heterogene Entwicklung der drei Segmente

Die drei operativen Segmente des Jenoptik-Konzerns haben sich 2014 aufgrund der unterschiedlichen Zielmärkte und Internationalisierungsgrade heterogen entwickelt. Erfolge bei der Umsetzung der Internationalisierungsstrategie und Maßnahmen zur Optimierung interner Prozessabläufe beeinflussten die Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Segmente auch 2014 positiv.

Im Segment Laser & Optische Systeme hat Jenoptik ihre Position als einer der führenden Anbieter von photonischen Systemlösungen weiter ausgebaut. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2014 leicht um 3,0 Prozent auf 231,3 Mio Euro (i.Vj. 224,7 Mio Euro). Das Segment konnte das EBIT um 9,6 Prozent auf 27,0 Mio Euro überproportional im Vergleich zum Umsatz steigern (i.Vj. 24,6 Mio Euro). Die gute Umsatzentwicklung sowie ein optimierter Produktmix waren hierfür die Ursachen. In der Folge erhöhte sich die EBIT-Marge auf 11,7 Prozent (i.Vj. 10,9 Prozent). Der Auftragseingang übertraf mit 240,1 Mio Euro das hohe Vorjahresniveau (i.Vj. 221,4 Mio Euro) um 8,4 Prozent. Der Auftragsbestand des Segments zum Jahresende betrug 100,8 Mio Euro (31.12.2013: 94,3 Mio Euro).

Der Umsatz des Segments Messtechnik ging 2014 um 1,3 Prozent auf 185,0 Mio Euro leicht zurück (i.Vj. 187,4 Mio Euro). Die Nachfrage aus der Automobilindustrie, der wichtigsten Abnehmerbranche der Industriellen Messtechnik, war infolge der anhaltenden Investitionszurückhaltung sowie verschärfter Exportbestimmungen rückläufig. Positive Effekte ergaben sich dagegen aus der Übernahme der Vysionics Ltd. im November 2014 sowie aus Großaufträgen für Verkehrssicherheitstechnik. Das Segment-EBIT lag mit 22,5 Mio Euro und einer Marge von 12,2 Prozent nahezu auf dem Niveau des Vorjahrs (i.Vj. 22,6 Mio Euro, 12,0 Prozent). Der Auftragseingang des Segments stieg 2014 um 1,3 Prozent auf 174,7 Mio Euro (i.Vj. 172,5 Mio Euro). Der Auftragsbestand konnte zum Jahresende um 6,1 Prozent auf 77,2 Mio Euro zulegen (31.12.2013: 72,8 Mio Euro).

Der Umsatz des Segments Verteidigung & Zivile Systeme reduzierte sich 2014 auf 170,8 Mio Euro und lag damit 7,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau (i.Vj. 185,1 Mio Euro). Der Rückgang ist vor allem auf die verschärften Rüstungsexportbeschränkungen der Bundesregierung sowie auf die Verschiebung und zeitliche Streckung von internationalen Verteidigungsprojekten zurückzuführen. Das Segment-EBIT sank aufgrund der verhaltenen Umsatzentwicklung sowie durch Auftragsneubewertungen auf 2,1 Mio Euro und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 11,6 Mio Euro. Die EBIT-Marge reduzierte sich folglich auf 1,3 Prozent (i.Vj. 6,2 Prozent). Mit 170,2 Mio Euro blieb der Auftragseingang des Segments 2014 um 5,0 Prozent unter dem Vorjahr (i.Vj. 179,2 Mio Euro). Der Auftragsbestand lag zum 31. Dezember 2014 mit 245,9 Mio Euro auf Vorjahresniveau (31.12.2013: 246,9 Mio Euro).

2015 Rückkehr auf den Wachstumspfad geplant

Auch 2015 verfolgt der Jenoptik-Konzern seine strategische Agenda konsequent weiter mit dem Ziel, profitables Wachstum in allen Segmenten zu erreichen. Umsatzwachstum, daraus resultierende Skaleneffekte, Kostendisziplin und höhere Margen aus dem zunehmenden System- sowie Servicegeschäft sollen zu einer Steigerung und Nachhaltigkeit der Ergebnisse führen. „Im Geschäftsjahr 2015 wollen wir auf den Wachstumspfad zurückkehren. Wir streben einen Konzernumsatz in einer Spanne von 650 bis 690 Mio Euro sowie eine EBIT-Marge zwischen 8,5 und 9,5 Prozent an“, so Michael Mertin.

Überdies nutzt Jenoptik das aktuell sehr günstige Kapitalmarktumfeld und richtet die langfristige Konzernfinanzierung neu aus. In einem ersten Schritt steht die Verlängerung und Erhöhung des bestehenden Konsortialkredits kurz vor dem Abschluss. Parallel werden die ausstehenden Schuldscheintranchen refinanziert und aufgestockt. „Nach Umsetzung der Maßnahmen wird Jenoptik über eine nochmals verbesserte Finanzierungskraft verfügen, die das künftige internationale Wachstum von Jenoptik unterstützt“, ergänzt Rüdiger Andreas Günther.

Der vollständige Geschäftsbericht steht im Internet unter „Investoren/Berichte und Präsentationen“ zur Verfügung.

Die „Jenoptik App“ ermöglicht die Ansicht des Geschäftsberichts auf Mobilgeräten mit iOS- und Android-Betriebssystemen. Bilder zum Download finden Sie in der Jenoptik-Bilddatenbank in der Galerie „Aktuelle Bilder / Finanzberichte“.

Diese Pressemitteilung kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Jenoptik-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Derartige Faktoren können zum Beispiel Wechselkursschwankungen, Zinsänderungen, die Markteinführung von Konkurrenzprodukten oder Änderungen in der Unternehmensstrategie sein. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche in die Zukunft gerichtete Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.


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Britta Maria Schell

Britta Maria Schell

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