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Jenoptik legt im 1. Halbjahr kräftig zu

Der Jenoptik-Konzern hat das 1. Halbjahr 2015 wie erwartet gut abgeschlossen. Insbesondere im 2. Quartal verzeichnete Jenoptik eine zunehmende Dynamik bei Umsatz, Betriebsergebnis und Auftragseingang.

Vorschau Jenoptik Quartalsbericht Q2

• Mit 316,1 Mio Euro neue Bestmarke bei Umsatz erreicht
• EBITDA steigt auf 38,7 Mio Euro , EBIT mit 26,6 Mio Euro deutlich über Vorjahr
• Operativer Cashflow auf 12,3 Mio Euro verbessert
• Prognose für 2015 bestätigt

Mit den neuen Bestmarken bei Umsatz und Ergebnis im 2. Quartal konnte der Konzern vor allem das schwächere 1. Quartal mehr als ausgleichen.

„Der positive Halbjahresabschluss schafft eine gute Basis für unsere Jahresziele sowie die weitere Entwicklung von Jenoptik. Er bestätigt uns auf unserem Wachstumskurs“, erklärte der Jenoptik-Vorstandsvorsitzende Michael Mertin. „In den nächsten Monaten werden wir weiter daran arbeiten, unsere Organisationsstruktur stärker an Megatrends und Zielmärkten auszurichten. Damit können wir unsere Produkte und Lösungen näher am Kunden positionieren und nachhaltig bessere Wachstumschancen für uns erschließen.“

Umsatzplus von 11,6 Prozent bei guter Auftragslage

In den ersten sechs Monaten 2015 erzielte der Jenoptik-Konzern einen Rekordumsatz von 316,1 Mio Euro und damit 11,6 Prozent mehr als im Vorjahr (i.Vj. 283,2 Mio Euro). Das war zugleich der höchste Umsatz, den Jenoptik in den letzten Jahren in einem Halbjahr verbuchen konnte. Auch der Umsatz im 2. Quartal war mit 170,4 Mio Euro bislang der höchste in einem Quartal. Regional betrachtet stieg der Umsatz vor allem in Europa (ohne Deutschland), im Wesentlichen infolge der Akquisitionen im vergangenen Jahr. Auch in Amerika sorgten unter anderem eine höhere Nachfrage im Bereich Automotive sowie projektbedingte Abrechnungen für einen deutlichen Umsatzanstieg.

Im 1. Halbjahr 2015 erhöhte sich der Auftragseingang des Jenoptik-Konzerns auf 333,7 Mio Euro und damit um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (i.Vj. 314,5 Mio Euro). Auch der Auftragsbestand stieg und übertraf zum 30. Juni 2015 mit 432,2 Mio Euro den Vergleichswert vom Jahresende 2014 um 2,3 Prozent (31.12.2014: 422,5 Mio Euro). Hiervon sollen etwa 54 Prozent noch im laufenden Geschäftsjahr zu Umsatz führen (i.Vj. 48 Prozent).

Im 1. Halbjahr steigerte Jenoptik das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) überproportional um 13,1 Prozent auf 38,7 Mio Euro (i.Vj. 34,2 Mio Euro). Das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) wurde durch einen veränderten Umsatzmix sowie die Abrechnung eines Großprojektes beeinflusst und erhöhte sich infolge des gestiegenen Umsatzes um 10,8 Prozent auf 26,6 Mio Euro (i.Vj. 24,0 Mio Euro). Jenoptik verzeichnete damit das ergebnisstärkste 1. Halbjahr und mit 17,8 Mio Euro das beste Quartal in der jüngeren Unternehmensgeschichte. Die EBIT-Marge blieb mit 8,4 Prozent auf dem Vorjahresniveau (i.Vj. 8,5 Prozent).

Infolge des höheren Konzern-EBIT und eines verbesserten Finanzergebnisses von minus 1,9 Mio Euro (i.Vj. minus 3,2 Mio Euro) konnte auch das Ergebnis vor Steuern in den ersten sechs Monaten 2015 deutlich auf 24,7 Mio Euro zulegen (i.Vj. 20,7 Mio Euro). Das Ergebnis nach Steuern stieg auf 20,1 Mio Euro, nach 17,9 Mio Euro im Vorjahr.

Die Zahl der Mitarbeiter des Jenoptik-Konzerns hat sich zum 30. Juni 2015 mit 3.531 Mitarbeitern nur marginal verändert (31.12.2014: 3.553). Im Ausland beschäftigt der Konzern rund 18 Prozent der Belegschaft.

Solide Vermögenslage, Konzernfinanzierung weiter verbessert

Durch die Ausweitung des operativen Geschäfts und in Vorbereitung auf künftige Kundenprojekte wurde in den ersten sechs Monaten 2015 Working Capital aufgebaut. Im 2. Quartal erfolgte zudem die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 11,4 Mio Euro. In Verbindung mit der Auszahlung an den letzten stillen Immobilieninvestor zum Jahresbeginn hatte dies erwartungsgemäß einen Anstieg der Nettoverschuldung auf 115,9 Mio Euro zum 30. Juni 2015 zur Folge (31.12.2014: 92,1 Mio Euro).

Das ergebnisstarke 2. Quartal führte trotz des Aufbaus von Working Capital zu einem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Zum 30. Juni 2015 lag er mit 12,3 Mio Euro deutlich über dem Vorjahreswert von minus 13,5 Mio Euro. Der Free Cashflow verbesserte sich auf 8,4 Mio Euro (i.Vj. minus 24,7 Mio Euro).

Die Eigenkapitalquote des Jenoptik-Konzerns stieg auf 52,8 Prozent (31.12.2014: 50,1 Prozent). Zusammen mit den ausgegebenen Schuldscheindarlehen und dem Konsortialkredit verfügt Jenoptik über eine tragfähige Finanzierungsstruktur. Das Unternehmen hatte im März 2015 den bestehenden Konsortialkredit verlängert und von 120 Mio Euro auf 230 Mio Euro erhöht. Darüber hinaus konnten im April neue Schuldscheindarlehen mit einem erhöhten Gesamtvolumen von 125 Mio Euro erfolgreich platziert werden.

Rekordumsätze in zwei Segmenten

Das Segment Laser & Optische Systeme konnte den verhaltenen Jahresstart im 2. Quartal ausgleichen. In den ersten sechs Monaten erzielte das Segment mit 119,2 Mio Euro einen Umsatz auf Vorjahresniveau (i.Vj. 118,1 Mio Euro). Insbesondere das Geschäft in den USA legte zu, auch die Nachfrage nach Laseranlagen und optoelektronischen Modulen blieb stark. Die Nachfrage aus der Halbleiterausrüstungsindustrie war hingegen weiterhin geringer als im Vorjahr, jedoch mit leichter Verbesserung zum Ende des 1. Halbjahres. Das Segment-EBIT ging aufgrund der verhaltenen Umsatzentwicklung und einem margenschwächeren Produktmix um 26,1 Prozent auf 11,4 Mio Euro zurück. Der Vorjahreswert von 15,4 Mio Euro war zudem einmalig positiv beeinflusst durch den Verkauf einer Anlagentechnologie. Der Auftragseingang lag mit 125,3 Mio Euro exakt auf Vorjahresniveau und über dem Umsatz der Berichtsperiode. Der Auftragsbestand des Segments erhöhte sich auf 108,2 Mio Euro (31.12.2014: 100,8 Mio Euro).

Die leichte Verbesserung der Investitionstätigkeit in der Automobilindustrie hat die Nachfrage im Segment Messtechnik im 1. Halbjahr 2015 weiter belebt. Mit 97,4 Mio Euro konnte das Segment den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 15,2 Prozent ausbauen (i.Vj. 84,6 Mio Euro). Zum Wachstum trugen sowohl die Akquisitionen im Bereich der Verkehrssicherheit als auch ein besseres Geschäft der Industriellen Messtechnik mit der Automobilindustrie bei. Die Umsätze in Europa stiegen um mehr als ein Drittel. Das Segment-EBIT ging auf 6,4 Mio Euro zurück (i.Vj. 9,2 Mio Euro), was auf die schwierigen Marktbedingungen im Bereich der Verkehrssicherheit in den USA und gestiegene Funktionskosten zurückzuführen ist. Darüber hinaus beeinflussten Abschreibungseffekte infolge der Akquisitionen das EBIT. Der Auftragseingang des Segments verbesserte sich mit 112,7 Mio Euro deutlich (i.Vj. 84,9 Mio Euro). Auch der Auftragsbestand lag mit 84,0 Mio Euro über dem Wert vom Jahresende 2014 (31.12.2014: 77,2 Mio Euro).

Das Segment Verteidigung & Zivile Systeme konnte den Umsatz im 1. Halbjahr gegenüber dem Vorjahr dank des guten Geschäftsverlaufs in den Bereichen Energie- und Sensorsysteme um fast ein Viertel auf 99,7 Mio Euro steigern (i.Vj. 80,1 Mio Euro). Im 2. Quartal verzeichnete das Segment mit 57,0 Mio Euro den höchsten Quartalsumsatz der letzten Jahre. Darin enthalten ist ein Teil des Großauftrags zur Ausrüstung des Patriot-Raketenabwehrsystems. Das EBIT des Segments verbesserte sich infolge des höheren Umsatzes und eines margenstärkeren Produktmixes von 0,5 Mio Euro im Vorjahr auf aktuell 6,1 Mio Euro. Mit 97,4 Mio Euro lag der Auftragseingang unter dem Umsatz im Berichtszeitraum und 5,5 Prozent unter dem Vorjahreswert (i.Vj. 103,1 Mio Euro), der wiederum zwei Großaufträge für die Lieferung von Energiesystemen enthielt. Der Auftragsbestand des Segments reduzierte sich nur leicht auf 242,9 Mio Euro (31.12.2014: 245,9 Mio Euro).

Prognose für 2015 bestätigt

Vor dem Hintergrund der geplant guten Entwicklung im 1. Halbjahr und der erwarteten weiteren Belebung in den verbleibenden Monaten 2015 bestätigt der Jenoptik-Vorstand seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr: Der Konzernumsatz soll zwischen 650 und 690 Mio Euro liegen, die EBIT-Marge zwischen 8,5 und 9,5 Prozent. Voraussetzung dafür ist, dass sich die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern. Dazu gehören insbesondere Exportbeschränkungen, Regulierungen auf europäischer Ebene, internationale Konflikte sowie weitere Verwerfungen in der Euro-Zone.

Die „Jenoptik App“ ermöglicht die Ansicht des Berichts auf Mobilgeräten mit iOS- und Android-Betriebssystemen. Die App steht im App Store und bei Google Play zum Download bereit.

Diese Pressemitteilung kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Jenoptik-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Derartige Faktoren können zum Beispiel Wechselkursschwankungen, Zinsänderungen, die Markteinführung von Konkurrenzprodukten oder Änderungen in der Unternehmensstrategie sein. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche in die Zukunft gerichtete Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Britta Maria Schell

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