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Jenoptik erhält Großauftrag zur Section Control in Österreich

Jenoptik erweitert die Kooperation mit der österreichischen ASFINAG. Diese umfasst bis zu 18 Anlagen für die Abschnittskontrolle.

Messsysteme zur Abschnittskontrolle kontrollieren die Durchschnittsgeschwindigkeit
Die Jenoptik-Sparte Verkehrssicherheit hat im September 2015 erneut eine Rahmenvereinbarung mit der österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG) geschlossen. Der Vertrag läuft zunächst über drei Jahre, mit Option auf Verlängerung um zwei Jahre, und umfasst den Ausbau der Streckenabschnittskontrollen (Section Control) mit der Produktreihe TraffiSection von Jenoptik. Der Auftragswert liegt im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Das Ziel des neuen Abkommens ist es, die Verkehrssicherheit in Österreich zu erhöhen und Stausituationen zu regulieren, insbesondere an kritischen Stellen wie in Baustellenbereichen oder in Tunneln. Zum Einsatz kommen mobile und stationäre TraffiSection-Anlagen von Jenoptik, zum Beispiel in Wien am Standort A22 Kaisermühlentunnel.

Jenoptik-Chef Michael Mertin: „Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit der ASFINAG. Dank unserer Erfahrung und technischen Kompetenz, vor allem im Bereich der Section Control, können wir auch zukünftig dazu beitragen, gemeinsam mit der ASFINAG die Verkehrssicherheit in Österreich zu steigern.“

Die TraffiSection-Technik hat Jenoptik speziell für die Section Control konzipiert. Dabei wird die Durchschnittsgeschwindigkeit von Fahrzeugen über einen bestimmten Streckenabschnitt hinweg ermittelt und ausgewertet.

Bereits seit 2009 ist Jenoptik Partner der ASFINAG für mehrere Projekte zur Abschnittskontrolle. Während sich die Section Control in Österreich und der Schweiz bereits bewährt hat, wird sie in Deutschland seit April 2014 mit technischer Unterstützung von Jenoptik in einem Pilotprojekt im Bundesland Niedersachsen getestet.

Verschlüsselte Datenübertragung

Für die Section Control nutzt Jenoptik ihre TraffiSection-Technik auf Basis von Laserscannern. Dabei wird die Durchschnittsgeschwindigkeit über eine längere Strecke hinweg mithilfe von Messsystemen und Kameras an einem Eingangs- und Ausgangspunkt ermittelt. Jedes Fahrzeug wird an beiden Kontrollpunkten registriert und anhand des Kfz-Kennzeichens identifiziert. Diese Daten werden nach der Erfassung am Eingangspunkt sofort anonymisiert und zusätzlich mit einem kryptologischen Verfahren so verschlüsselt, dass zu keinem Zeitpunkt während der Messung Rückschlüsse auf das tatsächliche Fahrzeug oder personenbezogene Daten möglich sind. Auch eine Erkennung von Fahrzeuginsassen ist nicht möglich, da die Fahrzeuge von hinten und in geringer Auflösung gescannt werden.

Wenn die durchschnittliche Geschwindigkeit der Durchfahrt über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit liegt, wird nach der Ausfahrt aus dem gemessenen Abschnitt ein herkömmliches hochaufgelöstes Frontbild mit Fahrererkennung erstellt. Das System dokumentiert die Daten zur Ahndung des Verstoßes wie Kennzeichen und Fahrerbild automatisch.

Dagegen werden alle Daten zu Fahrzeugen, die die Durchschnittgeschwindigkeit nicht überschritten haben, nur für den Zeitraum der Durchfahrt zwischengespeichert und sofort nach dem Verlassen des Abschnitts automatisiert gelöscht. Ein Zugriff auf personenbezogene Daten ist durch die Anonymisierung, die Verschlüsselung und die automatisierte Löschung ausgeschlossen.

Vorteile der Technik

Die Abschnittskontrolle mit der TraffiSection-Technik bietet wesentliche Vorteile für die moderne Verkehrsüberwachung. Mit dem Ziel einer erhöhten Verkehrssicherheit wird das Tempolimit effektiver und kosteneffizienter überwacht, da nur ein System für die längere Strecke nötig ist und sich die Verkehrsteilnehmer über einen längeren Abschnitt hinweg an die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbeschränkung halten. Dies harmonisiert auch den Verkehrsfluss, wodurch der Bildung von Staus vorgebeugt wird. Die Jenoptik-Technik auf Basis von Laserscannern ermöglicht zudem eine zweifelsfreie Identifizierung und gerichtsverwertbare Dokumentation von Verkehrsverstößen.

Aufgrund des modular strukturierten Konzepts ist das TraffiSection-System sowohl für stationäre, längerfristige Anwendungen geeignet, zum Beispiel in Tunneln, als auch für den mobilen, kurzfristigen Einsatz, etwa in Baustellen. Jenoptik bietet darüber hinaus auch „MultiSection“-Lösungen für komplexe Streckenabschnitte mit Kreuzungen und Abzweigungen an.

Über Jenoptik und die Sparte Verkehrssicherheit

Als integrierter Photonik-Konzern ist Jenoptik in den fünf Sparten Laser & Materialbearbeitung, Optische Systeme, Industrielle Messtechnik, Verkehrssicherheit sowie Verteidigung & Zivile Systeme aktiv.

In der Sparte Verkehrssicherheit entwickelt, produziert und vertreibt Jenoptik Komponenten und Systeme, die den Straßenverkehr weltweit sicherer machen. Zum Produktportfolio auf Basis der bewährten Robot-Technologie gehören umfassende Systeme rund um den Straßenverkehr, wie Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachungsanlagen sowie OEM-Produkte (Original Equipment Manufacturer) und Anlagen zur Ermittlung anderer Verkehrsverstöße. Im Bereich der Dienstleistungen deckt die Jenoptik-Sparte die gesamte begleitende Prozesskette ab.

Ansprechpartner

Britta Maria Schell

Britta Maria Schell

Vice President Communications and Marketing

+49 3641 65-2255

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Ansprechpartner Cornelia Ehrler - Kommunikation und Marketing Jenoptik

Cornelia Ehrler

Referentin Kommunikation und Marketing

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