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2015 bestes Geschäftsjahr der jüngeren Jenoptik-Geschichte

CEO Dr. Michael Mertin und CFO Hans-Dieter Schumacher
  • Konzernumsatz stieg um 13,3 Prozent auf 668,6 Mio Euro; Konzern-EBIT verbesserte sich um 18,7 Prozent auf 61,2 Mio Euro
  • Nettoverschuldung auf 43,9 Mio Euro reduziert
  • Dividende soll auf 0,22 Euro je Aktie erhöht werden
  • Marktnahe neue Spartenstruktur seit Januar 2016
  • 2016 ist Umsatz- und Ergebniswachstum geplant

Der Jenoptik-Konzern ist 2015 auf seinen Kurs des profitablen Wachstums zurückgekehrt und beendete das Geschäftsjahr mit Bestmarken bei Umsatz, Ergebnis und Cashflow. Der Umsatz stieg um mehr als 13 Prozent auf 668,6 Mio Euro (i.Vj. 590,2 Mio Euro). Das Umsatzplus wurde in allen drei Segmenten erzielt, unter anderem mit Laseranlagen und Messsystemen für die Automobilindustrie, optoelektronischen Systemen und durch die Abrechnung eines Großauftrags im Segment Verteidigung & Zivile Systeme. Positiv wirkten zudem der Umsatzbeitrag der 2014 erworbenen Vysionics sowie Währungseffekte.

„Wir haben unsere Ziele erreicht und sind mit der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens einen großen Schritt vorangekommen. Im Fokus stehen dabei für uns unverändert die operative Exzellenz, Innovationskraft und die weitere Internationalisierung. Wir haben 2015 zum Beispiel mit neuen Produkten erste große Umsätze im für uns neuen Markt der Kommunikationstechnik erzielt und neue Kunden aus der Life-Science-Branche außerhalb Europas gewonnen. Mehr als zwei Drittel unseres Umsatzes kamen 2015 aus dem Ausland“, fasste Jenoptik-Chef Michael Mertin das abgelaufene Geschäftsjahr zusammen.

Regional legten Nordamerika und Europa am stärksten zu, aber auch in Asien stieg der Umsatz. Das Umsatzplus in Europa resultierte unter anderem aus der erstmals enthaltenen Vysionics, dem Ende 2014 erworbenen Spezialisten für Verkehrssicherheitstechnik aus Großbritannien.

Konzern-Betriebsergebnis stieg überproportional zum Umsatzwachstum

Deutlich stärker als der Umsatz legte mit 18,7 Prozent das Konzern-EBIT zu. Es betrug 61,2 Mio Euro (i.Vj. 51,6 Mio Euro). Die EBIT-Marge verbesserte sich deutlich auf 9,2 Prozent (i.Vj. 8,7 Prozent). Der Zuwachs resultierte unter anderem aus einem veränderten Umsatzmix sowie dem Ergebnisbeitrag von Vysionics. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (Konzern-EBITDA) stieg ebenfalls überproportional zum Umsatz um 16,7 Prozent auf 88,8 Mio Euro (i.Vj. 76,1 Mio Euro). Jenoptik erzielte 2015 ein Ergebnis nach Steuern von 49,9 Mio Euro (i.Vj. 41,6 Mio Euro). Das Ergebnis je Aktie stieg auf 0,87 Euro (i.Vj. 0,73 Euro).

Höhere Dividende vorgeschlagen

Vorstand und Aufsichtsrat der JENOPTIK AG schlagen der Hauptversammlung am 8. Juni 2016 eine erhöhte Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 0,22 Euro je Aktie vor (i.Vj. 0,20 Euro). Die Ausschüttungsquote würde damit 25,4 Prozent betragen (i.Vj. 27,5 Prozent).

Auftragseingang über Vorjahr

Der Auftragseingang des Konzerns stieg um insgesamt 47,5 Mio Euro bzw. 8,1 Prozent auf 636,7 Mio Euro (i.Vj. 589,2 Mio Euro). Darin enthalten ist ein Großauftrag zur Ausrüstung des Patriot-Raketenabwehrsystems. Der Auftragsbestand lag mit 373,4 Mio Euro unter dem Vorjahreswert von 422,5 Mio Euro. Ursache hierfür ist unter anderem auch die Abarbeitung mehrjähriger Großaufträge im Segment Verteidigung & Zivile Systeme.

Nettoverschuldung signifikant reduziert

Infolge des guten Free Cashflows konnte Jenoptik die Nettoverschuldung zum 31. Dezember 2015 trotz der Finanzierung des starken Wachstums, der Dividendenzahlung sowie der Auszahlung an den letzten stillen Immobilieninvestor auf einen der niedrigsten Werte senken. Die Nettoverschuldung betrug Ende 2015 43,9 Mio Euro und damit weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts (31.12.2014: 104 Mio Euro inklusive der Verbindlichkeiten gegenüber stillen Immobilieninvestoren).

Der Free Cashflow verbesserte sich stark auf 71,8 Mio Euro (i.Vj. 22,5 Mio Euro). Infolge des Ergebnisses nach Steuern stieg das Eigenkapital auf 435,1 Mio Euro (i.Vj. 386,6 Mio Euro). Bei einer mit 769,2 Mio Euro nahezu unveränderten Bilanzsumme (31.12.2014: 771,7 Mio Euro) erhöhte sich die Eigenkapitalquote deutlich auf 56,6 Prozent (i.Vj. 50,1 Prozent).

Für künftiges organisches Wachstum und Akquisitionen hat sich Jenoptik 2015 mit erweitertem Finanzierungsrahmen zusätzlich Spielraum geschaffen. Das Gesamtvolumen der im April 2015 begebenen Schuldscheindarlehen inklusive bestehender Darlehen, erhöhte sich von 90 auf 125 Mio Euro. Neu abgeschlossen wurde zudem im März 2015 ein Konsortialkreditvertrag über 230 Mio Euro (vorher 120 Mio Euro).

„Wir haben die günstigen Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten genutzt, um künftig flexibel und schnell finanziellen Handlungsspielraum zu haben“, so Hans-Dieter Schumacher, Finanzvorstand der JENOPTIK AG. Dies sei zusammen mit einer erneut gestiegenen Eigenkapitalquote und den starken Cashflows eine sehr gute Gesamtsituation, die das geplante künftige Wachstum und zusätzliche Chancen finanziell absichern.

Leichter Mitarbeiterzuwachs im Ausland

Die Zahl der Jenoptik-Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) ging 2015 mit 3.512 Beschäftigten leicht zurück (31.12.2014: 3.553). Bei der Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt, also der nicht stichtagsbezogenen Betrachtung, stieg die Mitarbeiterzahl auf 3.421 (i.Vj. 3.375).

Im Ausland erhöhte sich die Mitarbeiterzahl im Zuge der weiteren Internationalisierung auf 629 Mitarbeiter (31.12.2014: 617 Mitarbeiter) bzw. 17,9 Prozent der Gesamtbelegschaft.

Umsatzwachstum in allen drei Segmenten

Im Segment Laser & Optische Systeme wurde 2015 die Entwicklung zum Anbieter optischer Systemlösungen fortgesetzt. Der Umsatz stieg um 7,8 Prozent auf 249,4 Mio Euro (i.Vj. 231,3 Mio Euro). Besonders stark nachgefragt waren Laseranlagen und optoelektronische Module. Die Umsätze mit Halbleiterausrüstungspartnern verbesserten sich nach einem verhaltenen Start im 2. Halbjahr. Das Segment-EBIT fiel mit 23,7 Mio Euro um 12,0 Prozent geringer aus als im Vorjahr (i.Vj. 27,0 Mio Euro), was auf einen margenschwächeren Produktmix sowie auf Rückstellungen für die Restrukturierung eines Bereichs des Lasergeschäftes in Jena zurückzuführen ist. Mit 248,2 Mio Euro übertraf der Auftragseingang das Vorjahresniveau (i.Vj. 240,1 Mio Euro).

Im Segment Messtechnik waren eine verbesserte Investitionstätigkeit der Automobilindustrie sowie die Integration des britischen Verkehrssicherheitsunternehmens Vysionics die wesentlichen Wachstumsfaktoren. Der Umsatz stieg um 11,9 Prozent auf 207,0 Mio Euro (i.Vj. 185,0 Mio Euro). Das Segment-EBIT lag mit 23,0 Mio Euro auf Vorjahresniveau (i.Vj. 22,5 Mio Euro), unter anderem wegen einer verhaltenen Entwicklung des US-amerikanischen Marktes für Verkehrssicherheitstechnik sowie Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb von Vysionics. Beim Auftragseingang legte das Segment um 20,8 Prozent auf 211,1 Mio Euro zu (i.Vj. 174,7 Mio Euro).

Für das Segment Verteidigung & Zivile Systeme war 2015 das beste Jahr seit seiner Gründung. Der Umsatz wuchs überdurchschnittlich um 23,8 Prozent auf 211,4 Mio Euro (i.Vj. 170,8 Mio Euro). Dies resultierte neben dem guten Geschäftsverlauf auch aus der Abrechnung eines Großauftrags. Zudem greift die Internationalisierung, die zu einem Anstieg des Auslandsumsatzes auf 47 Prozent führte (i.Vj. 42 Prozent). Das Segment-EBIT vervielfachte sich auf 17,9 Mio Euro (i.Vj. 2,1 Mio Euro). Dies lag neben dem internationalen Wachstum und einer konsequent marktorientierten Geschäftsausrichtung auch an einem margenstärkeren Umsatzmix. Zudem wirkte ein Ertrag aus dem Verkauf einer ausländischen Minderheitsbeteiligung positiv. Der Auftragseingang erreichte mit 177,8 Mio Euro ein Plus von 4,5 Prozent (i.Vj. 170,2 Mio Euro).

Umsatz- und Ergebniswachstum 2016 geplant

Der Jenoptik-Konzern erwartet 2016 im Rahmen des organischen Wachstums einen Umsatz zwischen 680 und 700 Mio Euro. Das Wachstum soll in den Segmenten Optics & Life Science sowie Mobility erzielt werden, das Segment Defense & Civil Systems soll sich nach dem 2015 erfolgten Umsatz- und Ergebnissprung stabil entwickeln. Das Konzern-EBIT soll ebenfalls moderat steigen und die EBIT-Marge des Konzerns je nach Umsatz zwischen 9,0 und 9,5 Prozent liegen. Akquisitionen sind in diesen Prognosen nicht enthalten, werden für das laufende Geschäftsjahr jedoch nicht ausgeschlossen.

„Eine solide Auftrags- und Projektpipeline erlauben es uns, auch in einem herausfordernden Umfeld Kurs zu halten“, so der Jenoptik-Chef Michael Mertin mit Blick auf die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen. Diese seien für alle Unternehmen zunehmend komplexer und nur schwer verlässlich zu prognostizieren – so unter anderem Regulierungen auf europäischer Ebene, Verwerfungen an den Finanzmärkten, Exportrestriktionen, die weiteren Entwicklungen in China und den anderen BRIC-Staaten sowie der Konflikt im Nahen Osten und zwischen Russland und der Ukraine.

Jenoptik wird auch 2016 die strategische Agenda intensiv weiterverfolgen: „Sie hat sich in der Vergangenheit bewährt und ermöglicht nachhaltiges Wachstum auch in herausforderndem Umfeld. Mit unserer neuen Spartenstruktur richten wir uns noch stärker an Wachstumsmärkten aus, die globale Megatrends bedienen, und gehen so konsequent den Weg zum Global Player“, so Michael Mertin. Investieren werde Jenoptik 2016 weiter in den Ausbau des System- und Servicegeschäfts sowie die internationale Präsenz. Intensiv wird weiterhin an den internen Projekten im Rahmen des operativen Exzellenzprogrammes und Kosteneinsparungen gearbeitet.

Unsere Mittelfristplanung hat unverändert Bestand: „Wir streben bis 2018 an, den Jahresumsatz auf rund 800 Mio Euro – einschließlich kleinerer Akquisitionen – zu erhöhen und eine durchschnittliche EBIT-Marge von etwa 9 bis 10 Prozent über die Zyklen zu erreichen. Der Anteil des Umsatzes in unseren Fokusregionen Amerika und Asien/Pazifik soll dann zusammen auf über 40 Prozent des Konzernumsatzes steigen“, so Michael Mertin.

Der Geschäftsbericht steht unter „Investoren/Berichte und Präsentationen“ zur Verfügung. Die „Jenoptik App“ ermöglicht die Ansicht des Geschäftsberichts auf Mobilgeräten mit iOS- und Android-Betriebssystemen. Bilder zum Download finden Sie in der Jenoptik-Bilddatenbank in der Galerie „Aktuelle Bilder / Finanzberichte“.

 

Diese Pressemitteilung kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Jenoptik-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Derartige Faktoren können zum Beispiel Wechselkursschwankungen, Zinsänderungen, die Markteinführung von Konkurrenzprodukten oder Änderungen in der Unternehmensstrategie sein. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche in die Zukunft gerichtete Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Über Jenoptik

Als integrierter Photonik-Konzern ist Jenoptik in den fünf Sparten Optical Systems, Healthcare & Industry, Automotive, Traffic Solutions and Defense & Civil Systems aktiv. Zu den Kunden weltweit gehören vor allem Unternehmen der Halbleiterausrüstungsindustrie, der Automobil- und Automobilzulieferindustrie, der Medizintechnik, der Sicherheits- und Wehrtechnik sowie der Luftfahrtindustrie. Jenoptik hat rund 3.500 Mitarbeiter und erzielte 2015 einen Umsatz von rund 670 Mio Euro.

Kontakt

Ansprechpartner Katrin Lauterbach - Leiterin Kommunikation und Marketing JENOPTIK AG

Katrin Lauterbach

Leiterin Kommunikation und Marketing

+49 3641 65-2255

+49 3641 65-2484

Ansprechpartner Thomas Fritsche - Leiter Investor Relations

Thomas Fritsche

Leiter Investor Relations

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