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Kunstausstellung tangente

Jenoptik veranstaltet seit 1994 an ihrem Firmensitz im Ernst-Abbe-Hochhaus Jena Kunstausstellungen unter dem Namen „tangente“. Das bedeutet Berührung. Berührung mit der Bildenden Kunst ist eine Herausforderung, der sich das Unternehmen mehrmals im Jahr stellt. Die Auseinandersetzung mit Kunst eröffnet uns als Technologiekonzern neue Horizonte, denn Kunst ist zukunftsweisend – ebenso wie unsere Produkte.

55. tangente-Ausstellung: Kunst macht sICHtbar I 14 GesICHter und die Sonne der Medusa

Tangente 55

In der 55. Auflage der Ausstellungsreihe tangente zeigt Jenoptik Kunstwerke von Menschen mit Behinderungen. Vernissage am 12. September 2019, 18 Uhr, im Foyer der JENOPTIK AG.

Zu sehen sind künstlerische Arbeiten von 14 Frauen und Männern mit schweren und mehrfachen Behinderungen. Unter der fachlichen Anleitung und Begleitung durch die Künstlerin Sibylle Mania und die Kunstpädagogin Christine Baum arbeiteten sie gemeinsam künstlerisch. Entstanden sind 14 GesICHter. Ausdrucksstark in Farben und Form sprechen die GesICHter in dieser Ausstellung zu den Betrachtern.

Die Kunstwerke machen etwas sICHtbar von der Persönlichkeit ihrer Erschaffer. Sie zeigen sie als Menschen mit individuellen Gaben und Kompetenzen, mit denen sie unsere Gesellschaft bereichern.

Die ebenso in dieser Ausstellung präsentierte „Sonne der Medusa“ entstand im Frühjahr 2018 im Rahmen des Wettbewerbs „Ganz plastisch“ der Bundesvereinigung der Lebenshilfe. Inspiriert von einer Keramikarbeit von Torsten Hercher „Sonne mit Strahlen“ (2017) wurde die Idee entwickelt. Gestaltet wurde die Plastik von Menschen mit und ohne Behinderung im Saale Betreuungswerk der Lebenshilfe Jena gGmbH.

Mit unserer Ausstellungsreihe tangente wollen wir Menschen mit Kunst berühren. Die „tangente 55“ ist dafür ein besonderes Beispiel. Sie ist ein Spiegelbild der ganz elementaren Kreativität von Menschen, die bisher kaum wahrgenommen werden, deren Kunstwerke aber unsere Seelen berühren und stärken.

Zur Ausstellung:

Vernissage: 12. September 2019, 18:00 Uhr
Ausstellung: 13. September 2019 bis 17. Oktober 2019
Foyer des Ernst-Abbe-Hochhauses I Carl-Zeiss-Straße 1 | 07743 Jena
Montag bis Donnerstag 10 bis 17 Uhr I Freitag 10 bis 15 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Bild: Sibylle Mania, © Saale Betreuungswerk Jena gGmbH

Die Ausstellung wurde kuratiert von Huber & Treff.

Vergangene tangente-Ausstellungen

tangente 54: OSTER+KOEZLE, raum+stoerung

tangente 54: OSTER+KOEZLE I rooms+architectures

Zu sehen sind die künstlerischen Arbeiten von Willy Oster und SG Koezle, die seit 20 Jahren als OSTER+KOEZLE zusammenarbeiten. Ihre Vita zeigt inzwischen über 100 gemeinsame Veranstaltungen. Die Kunstwerke basieren auf Fotografien realer Räume, die digital so nachdrücklich verändert wurden, dass der Betrachter Schwierigkeiten hat, Reales von Additiertem oder Subtrahiertem zu unterscheiden.

OSTER+KOEZLE suchen gemeinsam nach geeigneten Orten, um dort Aufnahmen zu machen, ohne malerisch oder skulptural in die Räume eingegriffen zu haben. Das dabei entstehende analoge Bildmaterial wird digital bearbeitet.

Die Eingriffe in Raum und Bild bei den Arbeiten von OSTER+KOEZLE sind teils so brachial, teils so subtil, dass man sie erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennt. In aller Regel enthalten die Bilder ein Geheimnis, das irritiert, neugierig macht und die Phantasie des Betrachters anregt.

In der tangente-Ausstellung sind Arbeiten aus den Werkreihen „rooms“ und „architectures“ zu sehen. Neue Bildserien zeigt die Friedrich-Schiller-Universität parallel dazu in der Ausstellung „OSTER+KOEZLE I raum+stoerung“ im Alten Straßenbahndepot Jena. Jenoptik ist Hauptsponsor dieser Ausstellung.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Huber & Treff.

tangente 53: Thomas H. Saunders, „Art of Microscopy“

tangente53-Thomas-H.-Saunders

Zauberische Landschaften, bizarre Felsformationen, traumhafte Visionen – unter dem Titel „ART OF MICROSCOPY“ stellt der amerikanische Fotograf Thomas H. Saunders dem Betrachter Phantasieräume vor Augen, die an die Visionen der Surrealisten erinnern. Die Bilder wurden mit der Mikroskopkamera GRYPHAX® PROKYON von Jenoptik aufgenommen, die Echtfarben in einer zuvor unerreichten Geschwindigkeit bereitstellt.

All die Farb- und Raumerlebnisse sind im Mikroskop erzeugte Bilder von Kristallstrukturen. Der Künstler hat sie aus Extrakten von Wein, Bier, Kaffee oder Spirituosen mit einem speziellen Verfahren aufbereitet und lichtmikroskopisch abgebildet.

Mit der Jenoptik-Mikroskopkamera GRYPHAX® PROKYON macht Thomas H. Saunders das Verborgene nicht nur sichtbar. Er inszeniert und gestaltet den mikroskopischen Blick. Hinter seinem Interesse für die mikrokosmische Welt steht ein Erkenntnisprinzip: Wer das denkbar Kleinste zu erkennen und zu analysieren vermag, dem – davon ist er überzeugt – eröffnen sich auch weitere Perspektiven und das Verständnis für die ganz großen Zusammenhänge.

Bild: "Scotch Whisky", "Chivas Regal" – GRYPHAX® PROKYON – © JENOPTIK AG – © T. H. Saunders

Die Ausstellung wurde kuratiert von Huber & Treff, Jena.

tangente 52: Werner Klotz, COLORE MOBILE IMMENSUM

Werner Klotz tangente 52

Nach der tangente 17 im Jahre 2000 präsentiert Jenoptik Werner Klotz bereits zum zweiten Mal, dieses Mal mit interaktiven Spiegelinstallationen.

Werner Klotz wurde 1956 in Bonn geboren. Er lebt in New York City und Berlin und ist international in den Bereichen Installation und Public Art tätig. Insbesondere widmet er sich kinetischen Lichtskulpturen sowie dynamischen und interaktiven Installationen im öffentlichen Raum. Für seinen exemplarischen Einsatz von interaktiven Medien und Technologien bei Kunstwerken im öffentlichen Raum erhielt er als erster Preisträger den 2002 neu geschaffenen „Marler Medienkunstpreis Raum-Medien“.

Hervorzuheben sind seine Arbeiten am Flughafen Seattle, an der Union Square Station der Central Subway in San Francisco, an Bord von drei „Staten Island Ferries“ in New York City sowie jüngst Installationen am Künstlerhaus Dosse Park, Wittstock.

Über die Kunstwerke von Werner Klotz schreibt Jutta Mattern vom Hans Arp Museum Remagen: „Ausgangspunkt seiner Werke sind diejenigen Erfahrungen des Sehens, die an die Phänomene der Spiegelungen und damit der unterschiedlichen physikalischen Gesetzmäßigkeiten gebunden sind. Werner Klotz kombiniert dabei ästhetische Anschauung und die Erkenntnisse wissenschaftlicher Forschungsergebnisse miteinander und überrascht uns mit komplexen wie irritierenden Spiegellabyrinthen, die allesamt zur aktiven Wahrnehmung auffordern.“

Die Ausstellung wurde kuratiert von Huber & Treff.

tangente 51: Thomas Lindner, homo fragilis

Thomas Lindner Skulptur Namens Liegende

Bildende Kunst berührt - eine Tradition, die Jenoptik mit ihrer Ausstellungsreihe „tangente“ seit 1994 pflegt.

Mittlerweile ist es schon die 51. Ausstellung, die Jenoptik unter diesem Motto in ihrem Foyer zeigt. Ab 4. Dezember 2017 sind unter dem Titel „homo fragilis“ plastische Arbeiten des Thüringer Künstlers Thomas Lindnerzu sehen.

Thomas Lindner lebt seit 1991 in Erfurt und ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Metallgestalter Thüringens. Er trat mit zahlreichen Ausstellungen und Arbeiten im öffentlichen Raum in Erscheinung, zum Beispiel mit der Installation „zeitbalance“ im Atrium der Sparkassenversicherung Wiesbaden.

Sein Hauptthema ist die Bewegung, die Veränderlichkeit der Form im Raum. Im Unterschied zu seinen früheren kinetischen Arbeiten, die eine tatsächliche Bewegung der Komponenten der Plastiken beinhalteten, erzeugen Lindners neuere Kompositionen den Eindruck von eingefrorener Bewegung. Dabei setzt er sich mit der Frage nach Leichtigkeit auseinander und lässt die Arbeiten – unabhängig vom Material – scheinbar schweben. Die ausbalancierten Objekte lassen Assoziationen zum fragilen Gleichgewicht in der Natur zu.

Den plastischen Objekten gehen intensive Studien voraus: Aus grafischen Arbeiten erstellt Thomas Lindner Modelle aus Pappe oder Kunststoff. Diese Formen fordern eine Auseinandersetzung mit mathematischen und physikalischen Grundsätzen sowie geduldiges Experimentieren. Thomas Lindner arbeitet mit verschiedenen Materialien wie Messing, Aluminium und Edelstahl. Doch nicht nur das Material, sondern auch die jeweilige Oberflächenbehandlung – stumpf, gebürstet, hochglänzend – beeinflusst die entstehenden Arbeiten. Ein feines Materialgespür ist eine Herausforderung für die technische und künstlerische Umsetzung, wie Thomas Lindner immer wieder aufs Neue meisterhaft beweist: Er vereinigt die Komponenten in Material und Form zu einzigartigen Objekten.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Huber & Treff.