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tangente 51 - Thomas Lindner, homo fragilis

Thomas Lindner Skulptur Namens Liegende

Bildende Kunst berührt - eine Tradition, die Jenoptik mit ihrer Ausstellungsreihe „tangente“ seit 1994 pflegt.

Mittlerweile ist es schon die 51. Ausstellung, die Jenoptik unter diesem Motto in ihrem Foyer zeigt. Ab 4. Dezember 2017 sind unter dem Titel „homo fragilis“ plastische Arbeiten des Thüringer Künstlers Thomas Lindnerzu sehen.

Thomas Lindner lebt seit 1991 in Erfurt und ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Metallgestalter Thüringens. Er trat mit zahlreichen Ausstellungen und Arbeiten im öffentlichen Raum in Erscheinung, zum Beispiel mit der Installation „zeitbalance“ im Atrium der Sparkassenversicherung Wiesbaden.

Sein Hauptthema ist die Bewegung, die Veränderlichkeit der Form im Raum. Im Unterschied zu seinen früheren kinetischen Arbeiten, die eine tatsächliche Bewegung der Komponenten der Plastiken beinhalteten, erzeugen Lindners neuere Kompositionen den Eindruck von eingefrorener Bewegung. Dabei setzt er sich mit der Frage nach Leichtigkeit auseinander und lässt die Arbeiten – unabhängig vom Material – scheinbar schweben. Die ausbalancierten Objekte lassen Assoziationen zum fragilen Gleichgewicht in der Natur zu.

Den plastischen Objekten gehen intensive Studien voraus: Aus grafischen Arbeiten erstellt Thomas Lindner Modelle aus Pappe oder Kunststoff. Diese Formen fordern eine Auseinandersetzung mit mathematischen und physikalischen Grundsätzen sowie geduldiges Experimentieren. Thomas Lindner arbeitet mit verschiedenen Materialien wie Messing, Aluminium und Edelstahl. Doch nicht nur das Material, sondern auch die jeweilige Oberflächenbehandlung – stumpf, gebürstet, hochglänzend – beeinflusst die entstehenden Arbeiten. Ein feines Materialgespür ist eine Herausforderung für die technische und künstlerische Umsetzung, wie Thomas Lindner immer wieder aufs Neue meisterhaft beweist: Er vereinigt die Komponenten in Material und Form zu einzigartigen Objekten.

Zur Ausstellung:

Vernissage: 4. Dezember 2017, 18 Uhr
Ausstellung: 5. Dezember 2017 bis 28. Februar 2018
im Foyer des Ernst-Abbe-Hochhauses, Carl-Zeiß-Straße 1, 07743 Jena
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 10 bis 17 Uhr; Freitag 10 bis 15 Uhr

Eintritt frei.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Huber & Treff.