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Vom Ingenieurbüro zum Systemanbieter

Ein Integrationsprozess erfordert eine enge Vernetzung untereinander, damit Synergien aus der Zusammenarbeit entstehen.

Zu den Kernkompetenzen der Jenoptik zählt seit vielen Jahren die Messtechnik. Global aufgestellt, unterstützen wir damit Trends für mehr Mobilität, Sicherheit und Automation in der Automobilfertigung und in anderen roboterbasierten Industrien. Verstärkt wird dieser Geschäftsbereich seit September 2018 durch die Akquisition von OTTO Vision.

Der Name OTTO Vision steht seit mehr als 25 Jahren für High-End-Anwendungen der industriellen Bildverarbeitung. Spezialisiert ist OTTO Vision auf optische 2D- und 3D-Prüfsysteme zur Produktkontrolle sowie komplexe Bildverarbeitungssysteme für Anwendungen in der Teilevermessung, Oberflächenprüfung und Lageerkennung. Dank berührungsloser 3D-Digitalisierung können bereits produzierte Teile einfach und schnell mit digitalen Soll-Modellen verglichen werden. Dadurch werden fertigungsbedingte Abweichungen schnell sichtbar.

Die OTTO Vision Technology GmbH wurde 1992 von Gunter und Reinhard Otto in Jena gegründet. Seit September 2018 unterstützte Kristin Holzhey das Unternehmen, um die Geschäfte optimal in die Jenoptik-Gruppe zu integrieren. Kristin Holzhey ist bereits seit zwölf Jahren Mitglied der Jenoptik-Familie und leitete die Post-Merger-Integration der OTTO Vision – bester Einstieg in die erfolgreiche Weiterführung der Geschäfte. Ende 2019 gingen die Brüder Otto in den Ruhestand und übergaben ihr Lebenswerk in die Hände von Kristin Holzhey. Rund 30 Mitarbeiter gehören heute zu OTTO Vision.

Gemeinsame Division-Strategie

Erstmals präsentierte sich OTTO Vision gemeinsam mit den Kollegen der Division Light & Production auf der Control-Messe 2019 in Stuttgart: Highlight war das FLEX-3A, ein 3D-Streifenlichtscanner für die Analyse von Erstmustern und Prototypen sowie die automatisierte Stichprobeninspektion.

Doch nicht nur auf Messen war das FLEX-3A ein Highlight. Das Team der OTTO Vision gewann damit auch den „Jenoptik Innovation Award 2019“.

Das optische 3D-Messsystem setzt Licht ein, um Produktionsprozesse für Kleinteile effizienter zu gestalten – und trifft damit den Kern der Divisions-Strategie. Genauer gesagt, werden Mustersequenzen aus verschiedensten Positionen auf das Messobjekt digital projiziert und mit Stereokameras beobachtet. Finales Ergebnis ist ein hoch aufgelöstes 3D-Modell der realen Geometrie. Die Datenaufnahme und Datenberechnung beim Messvorgang erfolgt dabei vollständig automatisiert.

Hochpräzise: Messung von Kleinteilen mit hoher Punktauflösung und Genauigkeit

Während des automatischen Scanprozesses wird ein 3D-Modell aus vielen verschiedenen Ansichten ohne Referenzmarken hochgenau zusammengesetzt. Aus den gescannten Daten eines gefertigten Produktes lässt sich durch eine Flächenrückführung (Reverse Engineering) ein sogenannter digitaler Zwilling rekonstruieren. Die Prüfstation PSS-40 eignet sich speziell für den Einsatz in der Stanzindustrie. Diese Innovation überzeugte die Jury der Jenoptik-Innovationswerkstatt.

OTTO Vision verfolgt künftig global die Chancen, die sich aus den Megatrends „Connectivity“ und „Mobility” ergeben.

Mit unseren optischen Messtechnik-Lösungen ermöglichen wir unseren Kunden effiziente Produktionsprozesse.

Kristin Holzhey, Leiterin OTTO Vision