Vorläufige Zahlen 2025: Jenoptik behauptet sich gut in schwierigem Marktumfeld
- Auftragseingang und Umsatz um rund 3 bzw. 6 Prozent unter Vorjahr
- Kostensenkungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt
- EBITDA-Marge trotz Einmalaufwendungen bei ca. 18,4 Prozent
- Bilanziell und finanziell weiter verbessert
„Jenoptik hat sich in einem insgesamt schwierigen Marktumfeld im Jahr 2025 gut behauptet. Trotz eines um ca. 6 Prozent rückläufigen Umsatzes konnten wir unsere Profitabilität aufgrund ergriffener Kostensenkungsmaßnahmen und damit verbundener Einmalaufwendungen mit einer EBITDA-Marge von etwa 18,4 Prozent auf gutem Niveau halten und haben unsere Nettoverschuldung weiter deutlich reduziert“, kommentiert Dr. Stefan Traeger, Vorstandsvorsitzender der JENOPTIK AG.
Umsatz aufgrund eines teilweise schwierigen Marktumfelds unter Vorjahr
Der Photonik-Konzern Jenoptik erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Basis vorläufiger Zahlen einen Umsatz von ca. 1,05 Mrd Euro (i. Vj. 1,12 Mrd Euro). Insbesondere aufgrund einer schwächeren Entwicklung in den Märkten Halbleiterausrüstung und Automotive lag der Konzernumsatz erwartungsgemäß um rund 6 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Das EBITDA des Konzerns erreichte rund 192 Mio Euro nach 221,5 Mio Euro im Vorjahr. Die EBITDA-Marge lag, einschließlich Aufwendungen im Zusammenhang mit Kostensenkungsmaßnahmen, bei ca. 18,4 Prozent (i. Vj. 19,9 Prozent).
Zentrale Bilanz- und Finanzkennziffern deutlich verbessert
Jenoptik ist bilanziell und finanziell weiter sehr gut aufgestellt. So stieg die Eigenkapitalquote auf rund 60 Prozent (31.12.2024: 55,6 Prozent). Der Free Cashflow vor Zinsen und Steuern erhöhte sich insbesondere vor dem Hintergrund einer geringeren Mittelbindung im Working Capital und planmäßig reduzierter Investitionen deutlich auf rund 152 Mio Euro (i. Vj. 102,9 Mio Euro). Der Leverage, d. h. die Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA, lag zum Ende des Geschäftsjahres 2025 bei 1,6x gegenüber 1,8x im Vorjahr.
Nachfrage im Halbleiterausrüstungsbereich stabilisiert
Der Auftragseingang des Konzerns lag im Geschäftsjahr 2025 vor allem aufgrund einer schwächeren Nachfrage aus den Bereichen Halbleiterausrüstung und Automotive mit knapp 1,0 Mrd Euro um rund 3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 1,03 Mrd Euro. Insbesondere die Strategic Business Unit Semiconductor & Advanced Manufacturing war aufgrund von Schwankungen in der Lieferkette schwach in das Jahr 2025 gestartet, verzeichnete in der zweiten Jahreshälfte jedoch eine Stabilisierung der Nachfrage. Die Book-to-Bill-Rate des Konzerns betrug 0,95 (i. Vj. 0,92). Dementsprechend reduzierte sich der Auftragsbestand auf ca. 590 Mio Euro (31.12.2024: 670,1 Mio Euro).
Ausblick 2026: Rückkehr auf Wachstumspfad
„In einem Marktumfeld, das weiterhin von schwer abschätzbaren makroökonomischen und politischen Entwicklungen und damit spürbaren Unsicherheiten geprägt ist, sind wir angesichts unserer starken Wachstumsplattformen in den Kernmärkten Halbleiter, Life Science & Medizintechnik, Messtechnik sowie Smart Mobility optimistisch, 2026 wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Diese Einschätzung wird durch eine verbesserte Nachfrage zu Beginn dieses Jahres unterstützt“, kommentiert Dr. Prisca Havranek-Kosicek, Finanzvorstand der JENOPTIK AG.
In Bezug auf die für Jenoptik wichtige Halbleiterausrüstungsindustrie wird u. a. auf Basis der angekündigten massiven Investitionen in Datencenter eine grundsätzlich positive Entwicklung erwartet. Der Vorstand geht davon aus, dass Jenoptik im laufenden Geschäftsjahr sowohl eine Steigerung des Umsatzes als auch eine Verbesserung der EBITDA-Marge erzielen wird.
Eine quantitative Prognose für das Geschäftsjahr 2026 wird im Rahmen der Veröffentlichung der finalen und geprüften Zahlen für 2025 sowie des Geschäftsberichts 2025 am 25. März 2026 vorgelegt.
Diese Nachricht kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Jenoptik-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Derartige Faktoren können zum Beispiel geopolitische Konflikte, Wechselkursschwankungen, Zinsänderungen, Pandemien, die Markteinführung von Konkurrenzprodukten oder Änderungen in der Unternehmensstrategie sein. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche in die Zukunft gerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Über Jenoptik
Jenoptik ist als global agierender Technologie-Konzern im Photonik-Markt tätig. Zu unseren Schlüsselmärkten zählen vor allem die Halbleiter-, Medizin-, Mess- und Verkehrstechnik. Knapp 4.500 Mitarbeiter arbeiten weltweit im Jenoptik-Konzern, Hauptsitz ist Jena (Deutschland). Die JENOPTIK AG ist an der Deutschen Börse in Frankfurt notiert und wird im SDax und TecDax geführt. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Jenoptik auf Basis von vorläufigen Zahlen einen Umsatz von rund 1,05 Mrd Euro.