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Nebelsymphonie am Ernst-Abbe-Hochhaus

Jenoptik setzt 2026 die großformatigen Projektionen an zwei Fassaden ihres Hauptsitzes fort. Eine neue Arbeit zeigt vom 26. Februar bis 15. März täglich am Abend Bilderwelten des FullDome Festivals Jena, die für den Außenraum angepasst wurden.

Videomapping vom Jena FullDome Festival 2022 am Ernst-Abbe-Hochhaus

Licht wird Material, die Fassade wird Träger, der Stadtraum wird Projektionsfeld. Die Arbeit versteht sich als zeitbasierte Lichtarchitektur und ist eine modulierte Komposition aus Strahlung, Rhythmus und Überblendung.

Der Content wurde von den Visual Artists Robert Sawallisch und Conzum alias Robert Metzner im Auftrag des FullDome Festivals Jena produziert, das diese Arbeit initiiert hat. Integriert sind außerdem ausgewählte Bildwelten und Material der European Space Agency (ESA), des European Southern Observatory (ESO) sowie der National Aeronautics and Space Administration (NASA): astronomisches Material als Ausgangsstoff, das künstlerisch re-kontextualisiert und in neue Sequenzen überführt wurde.

Beim jährlichen FullDome Festival präsentieren internationale Videokünstler ihre Projektionen und Filme für Planetariumskuppeln. Jenoptik unterstützt das Festival in Jena seit 2022. Es findet in diesem Jahr vom 13. bis 19. Juli unter dem Motto „20 ist the new 100“ statt und reiht sich in das Jubiläumsprogramm des Planetariums Jena ein, das in diesem Jahr ab Sommer sein 100-jähriges Bestehen begeht.

Psychedelische Raum-Zeit-Synthese

„Wir zeigen keine Illustration des Kosmos, sondern eine psychedelische Raum-Zeit-Synthese. Nebel werden zu Volumen, Sternfelder zu Texturen, Gravitation zu Bewegungsgesetz. Die Bildsprache arbeitet mit Spektralfarben, Bloom, chromatischer Aberration, Partikelsystemen, Volumenstreuung und ‚procedural noise‘. Daraus entsteht ein visuelles Kontinuum: Fluss, Verdichtung, Expansion. Zeit wird als Parameter sichtbar, Raum als Gradient erfahrbar. Kurz erscheinen biomorphe ‚Fremdformen‘ – pilzartige Aliens, als imaginäre Spezies zwischen Sternenstaub und Synapsenlicht“, so beschreiben Robert Sawallisch und Robert Metzner ihre Komposition.

Die Produktion folgt einem hybriden Verfahren aus 2D- und 3D-Compositing: Computer-Grafik-Volumetrie (Abbildung von 3D-Volumendaten), Shader-Design (visuelle Echtzeit-Effekte), Simulationen (Gas, Staub, Turbulenzen), virtuelle Kamerafahrten sowie Linsenmodellierung. Ergänzt wurden diese Verfahren durch KI-gestützte Generierung von Bildern und latente Bildtransformation – als Werkzeug für Variation, Morphologie und unerwartete Übergänge. Das Resultat ist eine Konstruktion aus Daten, Licht und Bewegung, die seriell, präzise und offen ist.

Die aktuelle Fassadenprojektion ist vom 26. Februar bis 15. März täglich zwischen 19 und 22 Uhr zu jeder vollen und halben Stunde zu sehen.

Über die Jenoptik-Projektionen

Seit 2021 ist die fest installierte Videomapping-Anlage in Betrieb, mit der großformatige Bilder an das Ernst-Abbe-Hochhaus projiziert werden können. Für die Umsetzung danken wir neben den verschiedenen Künstlern auch unseren Partnern, die die Weiterentwicklung unseres Kunst-Engagements engagiert begleiten und unterstützen, so JenaKultur und der Laser Event Company für die umfassende Betreuung der Anlage und die Umsetzung der Beiträge.

Im Bild: FullDome-Projektion am Ernst-Abbe-Hochhaus im Jahr 2022.

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